Internationaler Tag gegen Gewalt an FLINT – Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre und trans Personen 24/11/2020

vom Feministischen Kollektiv Dortmund

Der 25. November ist der Tag, an dem Menschen international die vielseitigen Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt anprangern. Da in Zeiten der Corona Pandemie viele Protestformen eingeschränkt sind, möchten wir, Aktivistinnen* des Feministischen Kollektiv Dortmund, einige Gedanken zu diesem Anlass in Form teilen.

Die im Beitrag erwähnte BKA-Studie zu Gewalt in Partnerschaften im Jahr 2019 findet sich beim Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

Gespräch mit Ali Şirin über die Broschüre „Trauer, Wut und Widerstand“ 15/11/2020

Mit der Broschüre „Trauer, Wut und Widerstand“ möchte das Bündnis Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund einige der antirassistischen Initiativen und Bündnisse in Deutschland vorstellen. Ihr Engagement hat viele Gemeinsamkeiten: Sie halten das Gedenken an die Betroffenen aufrecht, solidarisieren sich mit den Opfern rechter Gewalt und ihren Angehörigen, fordern Aufklärung und Konsequenzen.

Download:
https://tagdersolidaritaet.files.wordpress.com/2020/11/broschuere_trauer_wut_und_widerstand.pdf

Herausgegeben von:
Bündnis Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund
www.tagdersolidaritaet.wordpress.com

Teilgefördert durch:
Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW www.nrw.rosalux.de

Spenden:
Lückenlos e.V.
Betreff: Spende für Broschüre Trauer, Wut und Widerstand
GLS Bank
IBAN: DE 19 4306 0967 41

Gegen die Mythen der Kameraüberwachung und das Regime des „sozialen Panoptismus“! 22/10/2020

Mr. Pinguin und sippurim

Seit den 1990er Jahren weitet sich die Kameraüberwachung von privaten und öffentlichen Räumen stetig aus. Ab November 2020 soll auch die Münsterstraße in Dortmund überwacht werden. Zur Begründung dieser Überwachung werden längst widerlegten Mythen von Sicherheit durch Kameras bemüht. Jedoch lässt sich die Zunahme von Überwachung und Kontrolle der städtischen Armen nicht außerhalb des Aufstiegs eines allgemeineren politischen Rahmens begreifen, der die Armut bestraft, um die Auswirkungen neoliberaler Politik auf das untere Ende der Sozialstruktur der Industrienationen in den Griff zu bekommen. Verschärfung von Polizeigesetzen und von Gefängnisstrafen insbesondere für Asylsuchende und Migrant*Innen sind integraler Bestandteil einer grundsätzlichen Umgestaltung des Staates in den letzten Jahrzehnten, die durch den Wandel der Lohnarbeit erforderlich wurde.

Textgrundlagen: Polizeiakte der AG Ausweitung Videoüberwachung der Polizei Dortmund; Mythen der Videoüberwachung entkräften von der Initiative „Kamera stoppen“; Smart City Dortmund? – Die Verdammten der Stadt in der Linse einer „smarten Ordnung – Streitschrift gegen Kameraüberwachung und „Smart City“, Hrsg. Die Umstürzenden Laternen, Januar 2020.

Free Licence Musik: Andrew Huang – Blunt; Silent Partner – Sad Past; Jan Chmelar – Bang it out; DMA Illan – Aggressive Symphony

Weitere Informationen zu Videoüberwachung und Widerstand:

https://kameras-stoppen.org/ & https://www.nocamdo.org/

Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster – Interview mit Eva Waldschütz 05/10/2020

von Miriam, Marta und Eva

Anlässlich des internationalen Safe Abortion Day am 28.09.2020 hat das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster ein Interview mit Eva Waldschütz geführt. Die Gynäkologin setzt sich bereits seit fast 40 Jahren für den Zugang zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch ein und hat in ihrer Praxis in Wuppertal lange Zeit auch selbst Abbrüche durchgeführt. Sie ist mehrmals nach dem §219a StGB verurteilt worden, der es Ärztinnen verbietet, auf ihrer Website über diese medizinische Leistung zu informieren.

Das Interview steht auch im Zusammenhang mit dem für den 10.10.2020 vom Bündnis geplanten Protest gegen eine Demonstration radikaler Abtreibungsgegnerinnen in Münster. Auf dieser jährlich stattfindenden Veranstaltung fordern christliche Fundamentalist*innen sowie rechtskonservative bis rechtsextremistische Kräfte die vollständige Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.
https://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/vor-ort/muenster

Für ein sozial-ökologisches Zentrum in Dortmund! 25/09/2020

Woher?

Seit Jahrzehnten gibt es in Dortmund Stimmen, die selbstverwaltete, unkommerzielle Räume fordern,  die möglichst arm an Hierarchien und allen, unabhängig von Alter, Gesundheit, Geschlecht, Vermögen, Hautfarbe, Muttersprache oder sexueller Orientierung, zugänglich sein sollen.  Forderungen nach verantwortungsvollerem Umgang mit der Umwelt, Anerkennung und Verlangsamung des Klimawandels und insgesamt nach größerer Ausgeglichenheit im Verhältnis zwischen Mensch und Natur sind mindestens genauso alt.

Weiterlesen unter: www.söz.org

Den ganzen Radio-Beitrag „Das Avanti-Zentrum in Dortmund“ aus dem Jahre 2014 findet ihr hier unter: https://www.freie-radios.net/66259

»Maşallah Dortmund« – Gespräch mit der Künstlerin Tunay Önder 15/09/2020

von sippurim und Tunay Önder

Radio Nordpol im Gespräch mit der Künstlerin und Aktivistin Tunay Önder zu ihrem Projekt »Maşallah Dortmund« vom 17.-20.09. im Rahmen des Favoriten Festivals in Dortmund.

Wir diskutieren unter anderem das „große Lob an die Stadt Dortmund, weil es in Sachen Kanakisierung der Kultur Beispielhaftes hervorgebracht“ habe, die Frage nach möglichen kollektiven Räumen einer post:migrantischen Gesellschaft, das Projekt «Migrantenstadl«, das Potential von Humor in rassismuskritischer Arbeit sowie Perspektiven antirassistischer und post:migrantischer Kämpfe.

Alle Veranstaltungen im Rahmen des Favoriten-Festivals – das zum Thema Nicht/Arbeit stattfindet – sind kostenfrei für Arbeitslose, Dortmund-Pass-Inhaber*innen und im Zweifelsfall auch für Leute, die keine Kohle haben. Die meisten Veranstaltungen im Rahmen von »Maşallah Dortmund« sind ohnehin kostenfrei und es gibt immer auch noch Karten an den Abendkassen.

http://www.favoriten-festival.de/
http://www.favoriten-festival.de/event/masallah-dortmund
http://dasmigrantenstadl.blogspot.com/

Her mit dem schönen Leben! Dortmund von Unten gestalten. 13/09/2020

Pünktlich zum Wahltag veröffentlichen wir weitere Beiträge aus der Kampagne „Dortmund von unten„, die sich mit der Frage auseinandersetzen, wie Dortmund von unten zu gestalten wäre.

Wohnen ist ein Menschenrecht!

Wohnen ist ein Menschenrecht! Aber die Situation am Dortmunder Wohnungsmarkt wird immer enger. Die Mieten steigen, guter und bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit kleinem Geldbeutel wird immer knapper. Nach Berechnungen der Stadt Dortmund haben rund 50 % der Dortmunder Haushalte Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein. Insbesondere Armut, besondere Lebenssituationen oder Diskriminierung erschweren es, eine passende und bezahlbare Wohnung zu finden und auch anmieten zu können. Weiterlesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/wohnen-ist-ein-menschenrecht/

Ein Ort als utopischer Entwurf

Schaffen wir einen vielfältigen Raum zum Mitmachen, Erleben und Utopien gestalten.

Das «Offene Zentrum» ist ein entstehender Ort in Dortmund, der von verschiedenen Menschen und Initiativen seit Ende Oktober 2018 gedacht und organisiert wird. Weiterlesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/ein-ort-als-utopischer-entwurf/

Ein Garten gegen den ZOB

Die Initiative «Garten statt ZOB» (benannt nach unserem kleinen «Anarchogarten» auf einem Hügel neben dem heutigen ZOB-Provisorium) spricht sich für eine Platzierung des ZOB vorzugsweise in Hafennähe aus. Das Plangelände selbst sollte, seiner Lage gemäß, zu einem Grün-betonten urbanen Gebiet mit Aufenthaltsqualität entwickelt werden. Weiterlesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/ein-garten-gegen-den-zob/

Wir sagen: Nein zur Videoüberwachung!

Die Polizei Dortmund, befeuert von den Rufen der «Law-and-Order»-Parteien SPD und CDU, wird mit der Ausweitung der Videobeobachtung der Münsterstraße in mehrfacher Hinsicht versuchen, einen Alltag der Kameraüberwachung in Dortmund durchzusetzen.
Die Dortmunder Polizei nutzt dabei die Möglichkeiten, die ihnen das neue NRW-Polizeigesetz bietet. Im Unterschied zum Brückstraßenviertel setzt die Polizei dabei offenbar auf den durchgängigen Einsatz der Überwachungsgeräte. Weiterlesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/wir-sagen-nein-zur-videoueberwachung/

René Benko enteignen – Arbeitsplätze dauerhaft sichern!

Als der Milliardär René Benko Anfang Juni seine Pläne bekannt gab, 62 Galeria Karstadt Kaufhof (GKK)-Häuser schließen zu wollen, war das auch für die Dortmunder Beschäftigten nicht die erste Hiobsbotschaft. Bereits 2009 war das Karstadt Kaufhaus an der Kampstraße dicht gemacht worden. Weiterlesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/rene-benko-enteignen-arbeitsplaetze-dauerhaft-sichern/

Wenn Wahlen etwas ändern würden,….. 07/09/2020

Geht wählen?!

Es ist wieder soweit, wie fast jedes Jahr findet eine mehr oder minder wichtige Wahl statt – diesmal sind es die Kommunalwahlen. Politiker:innen jeglicher Geschmacksrichtung, von betont nationalistisch und fremdenfeindlich bis hin zu grün und sozialdemokratisch, streiten um die Gunst des Stimmviehs. Dies tun sie für alle ersichtlich, mit mal mehr oder weniger ansehnlichen bunten Plakaten oder mehr oder weniger schlecht abgemischter Radiowerbung. (Anmerk. Redaktion nicht bei Radio Nordpol!)

Doch was steckt eigentlich hinter dem ganzen Spektakel und warum ist es, anders als es uns verkauft wird, kein Weltuntergang, wenn immer weniger Menschen tatsächlich zur Wahl gehen?

Weiterlesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/geht-waehlen/

Weitere Infos unter: https://www.dieplattform.org/

Ausländer:innenwahlrecht jetzt!

Am 13. September finden die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen statt. Bei der letzten Wahl 2014 blieben mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten am Wahlsonntag zu Hause. Und von denen, die sich doch aufrafften, machten am Ende mehr Leute ihren Wahlzettel ungültig, als die Nazi-Partei «Die Rechte» an Stimmen einsammelte. Doch wer darf überhaupt wählen gehen und die Stadt dadurch mitgestalten?

Weiterlesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/auslaenderinnenwahlrecht-jetzt/

DIE ALTERNATIVE ZU GLAS, BETON & STAHL SIND WIR! 28/08/2020

– Mass(k)encornern am Hafen am 11.9.2020 –

seit einiger Zeit entwickelt sich der Hafen zu einem sozialen Ort der Nachbarschaft und darüber hinaus. Wir wollen am Freitag, den 11.9.2020, zeigen, wie groß das Begehren nach einem urbanen Naherholungsgebiet ist.

Die angestrebten Entwickungen am Hafen stehen für eine Politik, die an den Interessen der Bewohner*innen vorbei entwickelt wird. Bald schon soll dort eine weitere gesichtslose Glas-, Stahl-& Beton-Zone mit dem Charme eines Flughafens entstehen. Der Hafen um die Speicherstraße lässt in seinem momentanen Zustand immerhin noch einen Raum für Träume unter dem Asphalt offen. Deshalb:  Lasst uns zeigen, wieviel dissidente Power in der Nordstadt steckt. 

Aufruf weiterlesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/25/die-alternative-zu-glas-beton-stahl-sind-wir/

Hafenplanung: Nicht ohne uns!

Die Speicherstraße am Dortmunder Hafen ist derzeit das Prestige-Projekt der Stadtoberen. Kritisch begleitet werden die Planungen von der Hafeninitiative.

In Dortmund ist man stolz auf den vom Kaiser persönlich eingeweihten Kanalhafen, der mit Kohle und Stahl auf- und später wieder abstieg. Auch heute ist der Hafen noch ein wichtiges Industriegebiet in der Stadt, der mit Ruhrgebietsromantik und dreckiger, aber ehrlicher Arbeit verknüpft wird. Tatsächlich wird im Hafengebiet eine Menge von dem entsorgt und sortiert, was wir als (post-)industrielle Gesellschaft nicht mehr brauchen. Schlechte Luft und PCB-Skandal sind die Folgen. Trotzdem sind Hafenbecken und Kanal auch ein wichtiges Naherholungsgebiet und der Hafencharme weckt bei den Stadtoffiziellen immer wieder die Hoffnung, dass das Gelände junge, hippe Menschen anlocken und die Nordstadt endlich aufwerten könnte.

Weiterlesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/hafenplanung-nicht-ohne-uns/

Weitere Background Infos unter: https://www.hafeninitiative.de/

Reden von der Kundgebung in Gedenken an die Toten von Hanau 27/08/2020

Am Samstag den 22.08.2020 fand in Dortmund eine Gedenkveranstaltung für die Ermordeten des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau am 19. Februar 2020 statt. Ursprünglich war zu diesem Zeitpunkt eine Großdemonstration am Tatort in Hanau geplant, die jedoch kurzfristig untersagt wurde.

https://www.nordstadtblogger.de/erneute-kundgebung-im-gedenken-an-die-toten-von-hanau-in-dortmund-eine-demo-durch-die-city-war-nicht-moeglich/

Wie in vielen anderen Städten wurde auch in Dortmund der Livestream der Veranstaltung in Hanau übertragen indem Angehörige und Freunde über die Toten, die Tat und ihre Forderungen sprachen. Außerdem gab es zwei Redebeiträge. Ein angekündigtes „offenes Mikrofon“ musste, auf Grund von Verzögerungen durch die Polizei, leider entfallen.

In dem Mitschnitt sind die Redebeiträge der Autonomen Antifa 170 und der Föderation der Demokratischen Arbeitervereine – DIDF zu hören.