Reden von der Kundgebung in Gedenken an die Toten von Hanau 27/08/2020

Am Samstag den 22.08.2020 fand in Dortmund eine Gedenkveranstaltung für die Ermordeten des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau am 19. Februar 2020 statt. Ursprünglich war zu diesem Zeitpunkt eine Großdemonstration am Tatort in Hanau geplant, die jedoch kurzfristig untersagt wurde.

https://www.nordstadtblogger.de/erneute-kundgebung-im-gedenken-an-die-toten-von-hanau-in-dortmund-eine-demo-durch-die-city-war-nicht-moeglich/

Wie in vielen anderen Städten wurde auch in Dortmund der Livestream der Veranstaltung in Hanau übertragen indem Angehörige und Freunde über die Toten, die Tat und ihre Forderungen sprachen. Außerdem gab es zwei Redebeiträge. Ein angekündigtes „offenes Mikrofon“ musste, auf Grund von Verzögerungen durch die Polizei, leider entfallen.

In dem Mitschnitt sind die Redebeiträge der Autonomen Antifa 170 und der Föderation der Demokratischen Arbeitervereine – DIDF zu hören.

Dortmund von unten – Kampagne der dissidenten Zivilgesellschaft (Part I) 23/08/2020

Gerade in Zeiten, wo Bürger:innen aufgerufen werden, ihr Recht auf demokratische Mitgestaltung des Gemeinwesen durch ein kleines Kreuzchen auf einem Wahlzettel auszuüben, werden die wahren Motoren des gesellschaftlichen Fortschritt viel zu oft von Medien und Politikbetrieb unsichtbar gemacht. Wir versammeln beim Zeitungs- und Kampagnen Projekt „Dortmund von unten“ einige jener Stimmen, die Dortmund wirklich in Bewegung halten. Online zum Lesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/veraenderung-beginnt-mit-opposition/

Editorial der Zeitung der dissidenten Zivilgesellschaft zur Kommunalwahl 2020

Wer sind die Rechten? – Ein Hintergrundbericht über rechte Parteien im Kommunalwahlkampf

Wer sind die Rechten?Dortmund ist bundesweit nicht nur für einen erfolgreichen Fußballverein bekannt, sondern auch für seine Neonazis. Sie sind Teil der politischen Rechten. Aber was genau macht die Rechten eigentlich aus und warum sind sie ein Problem? Bei der Kommunalwahl treten drei Parteien an, die eindeutig aus dem rechten Lager kommen: Die NPD und Die Rechte vertreten das Spektrum der erwähnten Neonazis. Die dritte Partei ist die AfD, die sich in ein paar Punkten von den Neonazis unterscheidet. Online zum Lesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/wer-sind-die-rechten/

Weitere Infos unter: Autonome Antifa 170 aa70.noblog.org

Mean Streets Antifa Dortmund: msadortmund.noblogs.org

Thor Steinar dichtmachen 2.0 – Antifaschistische Interventionen gegen den «Raumkampf» von Rechts

Vor etwa einem Jahr eröffnete das Bekleidungsgeschäft «Tønsberg» in der Dortmunder Innenstadt zum ersten Mal. Dieser Laden verkaufte Klamotten der Marke «Thor Steinar», die sich unter Neonazis großer Beliebtheit erfreut. Neben germanischer Mythologie bezieht sich die Gestaltung der Kleidung auch positiv auf den Nationalsozialismus und dient damit als Erkennungszeichen in der rechten Szene. Die Nazi-Streetwear hilft dabei, nicht nur rassistisches Gedankengut im öffentlichen Raum zu normalisieren, sondern spült auch eine Menge Geld in die Kassen der Neonazis. Online zum Lesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/thor-steinar-dichtmachen-2-0/

Weitere Infos unter: Blockado-Bündnis www.blockado.info

Ein klimagerechtes Dortmund! – Überparteiliche Anregungen und Meinungen aus Fridays for Future Dortmund

Der öffentliche Nahverkehr in Dortmund ist nicht schlecht, aber er lässt dennoch an vielen Stellen zu wünschen übrig! Die DSW21 betreibt ihre Stadtbahnen schon seit dem Jahr 2007 zu 100% mit Öko-Strom. Weiterhin hat sie sich das Ziel gesetzt ihre Busse durch elektrische Fahrzeuge zu ersetzen, sobald passende Modelle auf dem Markt sind. Dies sind auf jeden Fall gute Ziele und Errungenschaften. Doch zur Klimagerechtigkeit und Verkehrswende gehört mehr als nur nachhaltige Antriebsmittel! Online zum Lesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/ein-klimagerechtes-dortmund/

Weitere Infos unter: facebook.com/fridaysforfuturedortmund

Antifa Cafe: Ableismus und Behinderten(rechts)bewegung 21/07/2020

Das Antifa Café möchte einmal im Monat ein Anlaufpunkt sein für antifaschistisch engagierte Menschen und solche, die es vielleicht noch werden möchten. Wir wollen einen Ort bieten, an dem ihr euch informieren und austauschen könnt. Vor dem Vortrag fand immer ein Offenes Antifa Treffen statt, um Antifaschist*innen eine Austausch- und Organisisationsplattform zu bieten. Im Zuge der Pandemie musste der Nordpol vorübergehend schließen. Weiter geht’s trotzdem, auch für das Antifa Café. Seit März findet unsere Veranstaltungen digital im Radio Nordpol statt. Im Juni wollten wir uns dem Thema Ableismus und Behinderten(rechts)bewegung zuwenden. Da unser Referent spontan absagen musste, haben wir ein paar Auszüge aus Zeitungen der Behinderten(rechts)bewegung eingesprochen. Wir empfehlen euch dringend, in den Zeitungen zu stöbern und lesen, während wir nach einem Alternativdatum für den Vortrag suchen… Achtet auf Ankündigungen: antifacafedortmund.noblogs.org

Zum Weiterlesen: Archiv Behindertenbewegung: https://archiv-behindertenbewegung.org/Interview in „Straßen aus Zucker“: https://strassenauszucker.tk/2012/06/wir-sind-nicht-behindert-wir-werden-behindert/

Antifa Cafe im April 2020: https://radio.nrdpl.org/2020/04/09/antifacafe-im-nordpol-hambi-bleibt-von-der-klimabewegung-zum-protestbrennpunkt/

Stellungnahme zur Flugblattaktion am 15.07.2020 17/07/2020

Bei der Filmvorführung von »I am not your Negro« am vergangenen Mittwoch ist von einer Einzelperson ein Flugblatt verteilt worden, das mit dem Logo »Antifaschistische Aktion« versehen war. Dieses Flugblatt diffamiert eine beteiligte Mitorganisation rassistisch und erhebt schwere Vorwürfe. Radio Nordpol war über diese Verteilaktion nicht informiert und distanziert sich von dieser Aktion.

Wir möchten uns für die dadurch Zustande gekommene Verbreitung rassistischer und verletzender Vorwürfe entschuldigen. Sie riskiert zudem das Vertrauen in gemeinsame antirassistische Arbeit. 

Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt – Kolumne #4 14/07/2020

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von SissiFM

Am 25.05.2020 wurde George Floyd durch weiße Polizisten in Minneapolis getötet. Dies löste weltweite Proteste aus und brachte eine Debatte über rassistische Polizeigewalt in den USA in die Medien. Rassistische Polizeigewalt gibt es aber nicht nur in den USA, sondern sie ist auch in Deutschland alltäglich.

Diese andauernde Kolumne der „Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt“ (KOP) verleiht Betroffenen einen Stimme: Sie lässt so ein konkretes Bild alltäglicher rassistischer Erfahrungen entstehen. Die KOP versucht auf verschiedenen Ebenen institutionellem Rassismus entgegenzutreten und damit den rassistischen Normalzustand zu durchbrechen.
Die Beiträge werden bisher von Radio F* gesendet. Wir starten nun mit der Reihe bei Radio Nordpol und veröffentlichen wöchentlich eine Episode.

https://kop-berlin.de/

https://sissifm-radio-f.tumblr.com/

Letzte Kolumne hier: https://radio.nrdpl.org/2020/07/08/kampagne-fuer-opfer-rassistischer-polizeigewalt-kolumne-3/

Rechte Strömungen in NRW #1 (Bielefeld) 17/06/2020

Die Autonome Antifa 170 hat vor einigen Wochen die Genoss*innen der Antinationalen Linken Bielefeld zu rechten Strömungen in der Region interviewt. Dabei geht es unter anderem um Burschenschaften, die Solidaritätsdemonstrationen von Neonazis für die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck und die sogenannten Coronademos. Der Beitrag ist Teil einer Reihe von hoffentlich noch weiteren Beiträgen zu rechten Szenen in unterschiedlichen Regionen NRWs.

Antinationale Linke Bielefeld:
https://alibi.noblogs.org
Autonome Antifa 170:
https://aa170.noblogs.org/

#EKB 07 – Neoliberale Wege aus der Krise – oder: Alles Idioten! 16/06/2020

Nach längerer Pause aufgrund technischer Probleme melden sich Lotte und nerdist mit neuem Equipment zurück. In Folge 7 vom 4.6.2020 betrachten sie, was neoliberale „Denker*innen“ in den letzten Wochen an Strategien aufgebracht haben, um mit „WUMMS“ aus der Krise zu kommen. Und in „Und sonst so?“ ruiniert nerdist Lotte mit vielen schlechten Nachrichten endgültig den Tag.

Teaser: Antifacafe im Juni 13/06/2020

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Leider ist der Livestream des Antifacafes im Radio Nordpol diesen Monat kurzfristig ausgefallen. Wir arbeiten an einem Ersatztermin. Bis dahin haben wir für euch eine kleine Audiocollage mit Texten zu unserem Thema in diesem Monat: Ableismus und die Krüppel- und/oder Behindertenbewegung.

#blacklivesmatter: Stimmen aus dem Protest gegen Rassismus am 06.06.2020, Dortmund 07/06/2020

Foto von der Silent Demo am 06.06.2020 in Dortmund #blacklivesmatter

Die Bilder von #blacklivesmatter gehen zur Zeit um die Welt: Auf allen möglichen Social Media Plattformen sehen wir, wie Menschen in den USA und im globalen Norden auf die Straßen gehen, um gegen Rassismus zu demonstrieren – gegen Alltagsrassismus, gegen strukturellen Rassismus, gegen institutionelle Gewalt. Auslöser für diese Proteste ist der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd durch weiße amerikanische Polizisten in Minneapolis am 25. Mai 2020.

Am Samstag, den 6. Juni 2020, riefen das Bündnis Silent Protest zusammen mit Afrikanischen Communities in Dortmund zur Kundgebung gegen Rassismus auf dem Hansaplatz auf. Mehr als 5.000, vor allem junge Menschen, sind dem Aufruf gefolgt. Der Radiobeitrag dokumentiert einige der vielen Redebeiträge sowie kurze Interviews mit People of Color von der Kundgebung. Ihre Stimmen liefern ein Bild der alltäglichen sowie strukturellen Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland und Dortmund.

Der Fall George Floyd ist kein Einzelfall. Er ist Effekt einer seit Jahrhunderten währenden Unterdrückung, die sich nicht nur in den USA immer wieder in Tötungen durch Polizist*innen an Schwarzen äußert, sondern in fast allen Ländern der Welt rassistische Strukturen hervorbringt, auch in Deutschland, auch in Dortmund: 2012 starb Ousman Sey in Polizeigewahrsam. 2006 Dominique Koumadio von einem Polizisten durch zwei Schüsse getötet – die Umstände des Todes sind bis heute nicht aufgearbeitet. #blacklivesmatter.

Hier findest du weitere Beiträge bei radio nordpol zum Thema Antirassimus.

Operation Mindfuck – Grundbausteine einer Figur der Aluhüte 30/05/2020

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Operation Mindfuck

 von sippurim und Mr. Pinguin

Wie sollte man der verborgenen Übereinstimmung gerecht werden, die eine meditierende, Shiva Shambo-singende und das Grundgesetz beschwörende selbstständige Vorstadtbewohnerin mit einer sonnenbankverbrannten, buddhistischen Kartoffel, einem völkischen Influencer und entschiedenem Landbewohner, einem veganen Hipsterkoch mit türkischer Migrationsgeschichte und Adoptiveltern, einem christlich-fundamentalistischen Popstar mit südafrikanisch-indisch-irischer Geschichte und eine ganze Serie von gelangweilten Hausfrauen, Fußballfans und heimatlosen Eckkneipenbewohner*innen verbindet?

Bild: CC BY-SA 2.0 | Piratenmensch / flickr.com

Selbstverständlich ist der Begriff des Aluhuts ist kein klassenanalytischer Begriff. Das Hippie-Mädchen und der Schläger-Neonazi, Parteichefs sogenannter „freiheitlicher“ Kapitallobbyist*innen und antiimperialistische Manchwachenwichtel, esoterische Impfgegnerin und kritische Kritiker des positivistischen bürgerlichen Wissenschaftssystems – eher eine verqueere Melange von Hyperindividualisten, denn eine Front.

Die Geschichten und Diskurse, die in die Emergenz der Figur der Aluhüte einwirken, sind vielfältig verschränkt. Wir benennen sie mit Warengesellschaft und Konsumismus, mit der Nachkriegs- bzw. Wissensgesellschaft samt ihrer Neigung zu »Infodemien«, mit dem Systemdenken seit der Kybernetik und dem Aufkommen der Counter Culture und Hippie-Bewegung, mit der Popkultur, die Verschwörungen so sehr zum ästhetischen Vergnügen wie sublimatorischen Verblendungszusammenhang macht sowie mit der paranoiden Tendenz kritischer Theorie.

Die Figur der Aluhüte ist so gesehen eine andauernde und unendlich fraktalisierte Schwundstufe – der Mindfuck, den die Anthropomorphose des Kapitals mit uns allen unternimmt.

Quellen: tiqqun – Grundbausteine einer Theorie des Jungen-Mädchens // tiqqun – Kybernetik und Revolte //     Joseph Vogl – Das Gespenst des Kapitals // Eve Kosofsky Sedgwick: Paranoid Reading and Reparative Reading, or, You’re so Paranoid, You Probably Think this Essay is About You //    Maximilian Netter – Robert Anton Wilson. Operation Mindfuck:  https://www.deutschlandfunkkultur.de/robert-anton-wilson-operation-mindfuck.3720.de.html?dram:article_id=377144 // Paula Treichler – An Epidemic of Signification // Wolfgang Haug – Kritik der Warenästhetik // Georg Seeßlen – „Die sind alle hinter mir her“, Das Kino liebt Verschwörungen, Zeit Geschichte 03/20 // Nürnberger Demo für medizinische Selbstbestimmung, 16 05 2020, Redebeitrag von Tobias aus Bamberg: https://www.youtube.com/watch?v=ZxHl9x_FkmU