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VON DER DEMO ZUR PLATZBESETZUNG? WAS BRAUCHT ES FÜR EINE SOZIALE GEGENWEHR GEGEN MILITARISIERUNG? 04/09/2026

Subversive Theorie Köln, Demos neu denken, Christian Frings (Analyse und Kritik)

Steigende Aufrüstung, Sozialabbau und eine Politik der Kürzungen verändern die gesellschaftlichen Verhältnisse spürbar. Doch wie lässt sich dagegen wirksam Widerstand organisieren? Reichen Demonstrationen aus – oder braucht es neue Formen sozialer Kämpfe, bis hin zu Platzbesetzungen und anderen Formen kollektiver Aneignung?

Über diese Fragen diskutieren Demos neu denken und Christian Frings.
Christian Frings ist Autor unter anderem für analyse & kritik, Übersetzer von Werken David Harveys und Mitorganisator der Marx-Herbstschule. In seinem Input wird er den Sozialstaat und seine Transformation kritisch beleuchten sowie theoretische Perspektiven auf soziale Proteste und Platzbesetzungen – von Occupy bis zu den Platzbewegungen der Arabellion – einbringen.

Demos neu denken werden ihre Überlegungen zu aktuellen Protestformen, Mobilisierung und Perspektiven einer sozialen Gegenwehr gegen Militarisierung vorstellen.

Mitschnitt der Veranstaltung vom 03.09.2026 im Rheinmetall Entwaffnen Camp

Repression im öffentlichen Raum – Wohnungslosigkeit in deutschen Großstädten und die neue Rolle des Staates im Spätfaschismus 29/08/2026

Kontrollen, Platzverweise, Aufenthaltsverbote, Videoüberwachung und Verbote des Bettelns prägen zunehmend den Umgang mit Wohnungslosigkeit. Im Beitrag schauen wir auf die Entwicklung im Umgang mit Wohnungslosigkeit in der Zeit des Spätfaschismus.

Mit einem besonderen Blick auf Dortmund, Hamburg und Köln sprechen wir mit Menschen, die von Wohnungslosigkeit betrofffen waren, aus der Wohnungslosenhilfe und Sozialen Arbeit sowie mit Initiativen darüber, wie sich das Verhältnis von sozialer Unterstützung und staatlicher Repression derzeit radikal verändert und neujustiert.

Wir danken Schlafen statt Strafen, Steffen, Bastian Pütter (Bodo e. V.) und Dirk Hauer für die Interviews.

Am 01. September 2026 findet in Köln ab 15 Uhr auf dem Neumarkt die Veranstaltung „Obdachlos? kann jede*n treffen!“ statt (https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf41/miteinander-neumarkt-flyer-august.pdf)

Die aktuelle LOTTA-Ausgabe (#102) hat den Schwerpunkt: Obdachlosenfeindlichkeit und sozialdarwinistische Gewalt (https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/102/)

Was ist post-digitale Faschisierung? 24/07/2026

Seit einiger Zeit wird wieder breiter über Begriffe von Faschismus diskutiert, die gesellschaftlichen und inbesondere medialen Entwicklungen standhält. Monatlich erscheinen neue Bücher, Beiträge und Diagnosen. Kaum jemand erinnert sich, dass noch 2020, mit dem Ende der ersten Amtszeit Donald Trumps, die Diagnose, dass wir uns in einem umfassenden, transnationalen, globalisierten Faschisierungsprozess befinden, breit zurückgewiesen worden. Dabei ist die politische Funktion von Faschismen, in kapitalistischen Gesellschaftsordnungen multiple systemische Krisen zu stabilisieren, in linker Perspektive auch 2020 offenkundig gewesen: Die Verteilungskämpfe um ungleiche Zugänge zu Fürsorge, sozialer Sicherheit bis hin ungesicherten Überlebensmöglichkeiten werden nach Innen und Außen über die stereotypen Sündenböcke verdeckt. Entlang gewachsener Achsen der Ungleichheit wie Race, Gender, Sex, Class und Ability werden immer wieder und immer neue Figuren der Anderen als Bedrohungen installiert, die die Spaltungen und Segregationen nach Innen wie Außen vorantreiben – und hiervon sind linke Räume und Organisationsformen selbstverständlich auch betroffen. Längst wird deutlich, dass Gewalt als Strukturprinzip zeitgenössische liberale, imperiale und koloniale Prozesse transnational sichert – an Europas Außengrenzen, in neuen wie alten Kriegen ebenso wie in den europäischen Migrationsgesellschaften. In Geschichte wie Gegenwart erscheint Faschismus als Feld heterogener, sozialer, politischer und medialer Bewegungen. Deren Ideologien der Ungleichheit und Gewaltorientierung, des Völkischen und der Vormacht nationaler Reinheit und Wiedergeburt der Nation erfahren gerade ausgerechnet im Kontext eines hegemonialen Wirtschaftsmodells techfaschistischer Oligarchien transnational Auftrieb und treiben eine sich globalisierende Faschisierung voran.

im Rahmen der Reihe: Kommt der Faschismus heute aus dem Internet?

Doku: Podiumsdiskussion Gewaltschutz unter Druck 08/07/2026

Radio Nordpol dokumentiert die Podiumsdiskussion: „Gewaltschutz unter Druck – Zwischen Abhängigkeit und Autonomie“, die am 28. April 2026 in der Alten Feuerwache Köln stattfand.

Ankündigungstext:

Gewaltschutz ist keine Selbstverständlichkeit.
Viele der Strukturen, die heute Schutz, Beratung und Unterstützung für Betroffene patriarchaler Gewalt ermöglichen, sind aus feministischer Selbstorganisierung entstanden – gegen Widerstände und mit begrenzten Ressourcen.

Doch wo steht der Gewaltschutz heute?
Unter welchen Bedingungen arbeiten Beratungsstellen, Initiativen und Schutzräume?
Und was bedeutet es, wenn politische Prioritäten sich verschieben und die Relevanz von Gewaltschutz immer wieder neu verhandelt werden muss?

Gemeinsam mit Frauen helfen Frauen e.V., Feminist Law Clinic e.V., und der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V. möchten wir Perspektiven aus verschiedenen Bereichen feministischer Gewaltschutzarbeit zusammenbringen. Mit dieser Veranstaltung wollen wir einen Raum schaffen, um aus Erfahrungen zu lernen, uns zu beraten, zu vernetzen und so langfristig unseren Zusammenhalt zu stärken. Für ein Ende der Gewalt!

Mehr Infos unter: https://www.instagram.com/wirwollenunslebend_koeln/

Abseits der Öffentlichkeit – Die AfD in demokratischen Institutionen und der Spätfaschismus in der Verwaltung – Teil 3 18/04/2026

In diesem Dritten und abschließenden Teil der Reihe sprechen wir mit einem Mitarbeiter der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus NRW über den politischen Einfluss der AfD durch die Landschaftsversammlungen in NRW und ordnen die gesamte Entwicklung mit Toscarnos Begriff des Spätfaschismus ein. Außerdem ist endlich das Buch von Yannik Noes und seinem Alman-Kollegen Marcus Wiener angekommen.

Ein Beitrag von Radio Nordpol über Macht, Geschichte und den schleichenden Umbau demokratischer Institutionen von Innen auf dem Weg zum Faschismus.

Abseits der Öffentlichkeit – Die AfD in demokratischen Institutionen und der Spätfaschismus in der Verwaltung – Teil 2 18/04/2026

In diesem Zweiten von drei Teilen schauen wir auf rechtsextrem motivierte Angriffe auf Menschen mit kognitiver Behinderung und sprechen dazu mit einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Forschungsprojekt MAVIOPA, das diese konkreten Attacken untersucht sowie einem Menschen der Anti-Ableistischen-Aktion Ruhr.

Wir versuchen diese Entwicklung in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang und die sich aktuell schon vollziehenden Veränderungen bei den beiden Landschaftsversammlungen in NRW bringen.

Ein Beitrag von Radio Nordpol über Macht, Geschichte und den schleichenden Umbau demokratischer Institutionen von Innen auf dem Weg zum Faschismus.