Mastodon

Antifaverfahren im OLG Düsseldorf – Folge 1 28/09/2026

Seit Januar dieses Jahres stehen sechs Antifaschist:innen in Düsseldorf vor Gericht. Im Zentrum des Verfahrens stehen Angriffe auf Nazis, die am sogenannten Tag der Ehre in Budapest teilgenommen haben. Die Anklage spricht von versuchtem Mord, gefährlicher Körperverletzung und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

Weiterlesen

VON DER DEMO ZUR PLATZBESETZUNG? WAS BRAUCHT ES FÜR EINE SOZIALE GEGENWEHR GEGEN MILITARISIERUNG? 04/09/2026

Subversive Theorie Köln, Demos neu denken, Christian Frings (Analyse und Kritik)

Steigende Aufrüstung, Sozialabbau und eine Politik der Kürzungen verändern die gesellschaftlichen Verhältnisse spürbar. Doch wie lässt sich dagegen wirksam Widerstand organisieren? Reichen Demonstrationen aus – oder braucht es neue Formen sozialer Kämpfe, bis hin zu Platzbesetzungen und anderen Formen kollektiver Aneignung?

Weiterlesen

Repression im öffentlichen Raum – Wohnungslosigkeit in deutschen Großstädten und die neue Rolle des Staates im Spätfaschismus 29/08/2026

Kontrollen, Platzverweise, Aufenthaltsverbote, Videoüberwachung und Verbote des Bettelns prägen zunehmend den Umgang mit Wohnungslosigkeit. Im Beitrag schauen wir auf die Entwicklung im Umgang mit Wohnungslosigkeit in der Zeit des Spätfaschismus.

Weiterlesen

Was ist post-digitale Faschisierung? 24/07/2026

Seit einiger Zeit wird wieder breiter über Begriffe von Faschismus diskutiert, die gesellschaftlichen und inbesondere medialen Entwicklungen standhält. Monatlich erscheinen neue Bücher, Beiträge und Diagnosen. Kaum jemand erinnert sich, dass noch 2020, mit dem Ende der ersten Amtszeit Donald Trumps, die Diagnose, dass wir uns in einem umfassenden, transnationalen, globalisierten Faschisierungsprozess befinden, breit zurückgewiesen worden. Dabei ist die politische Funktion von Faschismen, in kapitalistischen Gesellschaftsordnungen multiple systemische Krisen zu stabilisieren, in linker Perspektive auch 2020 offenkundig gewesen: Die Verteilungskämpfe um ungleiche Zugänge zu Fürsorge, sozialer Sicherheit bis hin ungesicherten Überlebensmöglichkeiten werden nach Innen und Außen über die stereotypen Sündenböcke verdeckt. Entlang gewachsener Achsen der Ungleichheit wie Race, Gender, Sex, Class und Ability werden immer wieder und immer neue Figuren der Anderen als Bedrohungen installiert, die die Spaltungen und Segregationen nach Innen wie Außen vorantreiben – und hiervon sind linke Räume und Organisationsformen selbstverständlich auch betroffen. Längst wird deutlich, dass Gewalt als Strukturprinzip zeitgenössische liberale, imperiale und koloniale Prozesse transnational sichert – an Europas Außengrenzen, in neuen wie alten Kriegen ebenso wie in den europäischen Migrationsgesellschaften. In Geschichte wie Gegenwart erscheint Faschismus als Feld heterogener, sozialer, politischer und medialer Bewegungen. Deren Ideologien der Ungleichheit und Gewaltorientierung, des Völkischen und der Vormacht nationaler Reinheit und Wiedergeburt der Nation erfahren gerade ausgerechnet im Kontext eines hegemonialen Wirtschaftsmodells techfaschistischer Oligarchien transnational Auftrieb und treiben eine sich globalisierende Faschisierung voran.

im Rahmen der Reihe: Kommt der Faschismus heute aus dem Internet?