Hallo! Da sind wir – das Radio Nordpol. 18/03/2020

Wir sind in einer nie dagewesenen Situation: COVID-19 schränkt das öffentliche Leben in einzigartiger Weise ein. Wir sind dazu verdammt, isoliert auf den Niederschlag der Pandemie zu warten. Die Orte, in denen wir uns austauschen, sind jetzt außerhalb unserer Reichweite. In den nächsten Wochen werden wichtige Veranstaltungen ausfallen, zum Beispiel Gedenken, Workshops, Demonstrationen, Vorträge.

Wir wollen aber nicht einfach warten. Gerade in Zeiten von Dekreten und ordnungspolitischen Interventionen müssen und wollen wir auch weiterhin eine kritische Öffentlichkeit ermöglichen. Darum haben wir uns was einfallen lassen: das Radio Nordpol! Unter radio.nrdpl.org haben wir ein Internetradio auf die Beine gestellt, mit dem wir genau diese Lücke füllen wollen. Wir wollen uns mit der aktuellen Lage aus linker Perspektive befassen, ausfallende Veranstaltungen nachholen und und und. Und noch besser: Es ist ein Internetradio mit dezentralen Aufnahmemöglichkeiten. Das bedeutet: Jede Person kann ein Studio sein. Uns geht es darum, dass der (Sub)Kultur- und Politikbetrieb in den Zeiten der Zwangspause weiterhin agil bleibt. Wir werden mit Podcasts starten und bald ein Livestreaming ermöglichen. Hört rein, macht mit!

EKB 02 Deppen und Grenzen – die AfD und Corona 07/04/2020

Hier klicken, um den Inhalt von Mixcloud anzuzeigen

In Folge 2 vom 1.4.2020 geht es darum, was die extrem rechte AfD in den Zeiten der Corona-Pandemie so treibt. Oder eben nicht. Kurz: Um Deppen und Grenzen.
Wir planen das jetzt so ca. einmal die Woche zu machen.

Solidarisch-pöbelige Grüße ins Herz der Nordstadt!
Nerdist und Lotte

https://eloquenzkompetenzbuehnenpraesenz.podbean.com/

Die Botschafter. 06/04/2020

Palermo, 25. März 2020

von Calogero Lo Piccolo. Aus dem Italienischen von Laura Strack.

Dieser Debattenbeitrag erreicht uns direkt aus Palermo. Er dokumentiert die strukturelle Depression, die in in Italien derzeit gelebt wird und stellt die Frage nach ihrer politischen Kritik:

»Angesichts der Komplexität der derzeitigen Situation sollten wir uns fragen, mit welchem persönlichen Dispositiv wir unsere Machtlosigkeitserfahrungen verarbeiten. Gleichzeitig sollten wir unsere Wachsamkeit gegenüber den sozialen Dispositiven schärfen, die derzeit etabliert werden, um die Realität zu regieren.
Es geht also nicht nur darum, das eigene Leben zu retten, es geht nicht nur darum, die eigene psychische Gesundheit zu bewahren, es geht auch und in gewisser Hinsicht vor allem darum, den sozialen Raum der Politik zu bewahren, den Raum unserer Existenz als Subjekte, denen das kritische Bewohnen der polis ein grundlegendes Bedürfnis ist.«

Original https://www.archphoto.it/archives/5603
Englische Übersetzung https://intranslation.brooklynrail.org/italian/urgent-translation-the-ambassadors/

Autismus bei Frauen 06/04/2020

von Anna Kelvedon

Am 02. April ist der internationale Autismus Tag gewesen. Der Monat April ist der Akzeptanz von Autismus gewidmet. Dies nehme ich zum Anlass, um darüber zu sprechen, wie es ist, eine erwachsene Frau mit Autismus zu sein. Mein Bericht wird nicht vollständig sein, eher ein grober Überblick.

Links:
Sarah Hendrickx über Frauen und Mädchen mit Autismus

100 Jahre Ruhraufstand 06/04/2020

Ein Podcast von Antifaschistische Linke Bochum

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Arbeiter*innenkampfes im Ruhrgebiet haben wir ins als Bochumer Antifaschist*innen mit dem Zeitgeschehen auseinander gesetzt. Dabei haben wir die geschichtlichen aufgearbeitet und uns zugleich gefragt, welche Relevanz die Kämpfe von damals für uns heute haben. Herausgekommen ist dabei eine Broschüre, die wir aufgrund der aktuellen Situation für euch aufgesprochen haben.

Auch erhältlich als Broschüre. Gedruckt beim Druckkollektiv UNTERDRUCK im Nordpol

Take Care! Politiken radikaler Sorge und die Möglichkeiten einer Biopolitik von unten – Radioessay #2 zu Ausnahmezustand, Biopolitik und die Corona-Krise 05/04/2020

von Mr Pinguin, Sippurim und sonja

Wie kann eine Kritik des autoritären Liberalismus aussehen? Wie können wir den Techniken der Individualisierung, Entpolitisierung und Entsolidarisierung entkommen, die lange schon den Spätkapitalismus prägen und in der Corona-Krise manche Leben prekärer machen als andere? Was kann der »Biopolitik von oben« entgegensetzt werden, die wir im ersten Teil dieses Podcasts diskutiert haben?
Ausgehend von einer Analyse der Geschichte neoliberaler Selbstführung und ihren verschärften Effekten unter den Bedingungen der Corona-Pandemie und ihrer Regierungstechniken, fragt dieser Beitrag nach einer anderen Biopolitik, einer »Biopolitik von unten«. Seit der zweiten Frauenbewegung und der Schwarzen Bürger*inrechtsbewegung sind Widerstandsmomente gegen liberale Gesundheitspolitiken tradiert, die Ansätze einer radikalen Politik der Sorge entwerfen, wie sie etwa schon in den sozialen Kämpfen während der AIDS-Epidemie mobilisiert worden sind. Queere, feministische und rassismuskritische Bewegungs- wie Theoriearchive bilden neue Politiken der Subjektivierung und der Solidarisierung, die von der Verflochtenheit spätkapitalistischer Leben in rassistische, heteronormative und sexistische Machtverhältnisse ausgehen.

Weiterlesen

8. Tag der Solidarität 04/04/2020

Die Gedenkdemonstration ist abgesagt. Das Gedenken findet statt!

Das Bündnis „Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich“ hat nach Rücksprache mit Familie Kubaşık die Gedenkdemonstration und die Veranstaltungen rund um den diesjährigen „Tag der Solidarität“ am 4. April vorerst abgesagt, mit dem Hinweis, andere Formen des Gedenkens zu finden. Es teilt die Verantwortung, die Ausbreitung von Covid-19 zu verzögern, um Risikogruppen zu schützen. Entstanden ist eine Radiosendung.

Hier klicken, um den Inhalt von Mixcloud anzuzeigen

Weiterlesen

Eloquenz, Kompetenz, Bühnenpräsenz – der Podcast für gepflegte Pöbelei 03/04/2020

Hier klicken, um den Inhalt von Mixcloud anzuzeigen

Getreu dem Motto versorgt das EKB-Team regelmäßig mit Infos, ausgefeilter Kritik und den dazu passenden Punchlines zu einem aktuellen Thema aus antifaschistischer Perspektive. Um mitreden zu können, müsst ihr nicht Marx gelesen haben, das Credo bleibt: Lieber ein bisschen drüber, als zu abgehoben.

Weiterlesen

Ankündigung zum morgigen 8. Tag der Solidarität – Gedenken an die Opfer des NSU 03/04/2020

Hier klicken, um den Inhalt von Mixcloud anzuzeigen

Niemand wird vergessen – hiç unutmadık, hiç unutmayacağız!

2006 wurde der bei vielen beliebte Kioskbetreiber Mehmet Kubaşık von Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) auf der Dortmunder Mallinckrodtstraße erschossen. Am 4. April jährt sich dieser Mord nun zum 14. Mal. Seit 2012 gedenken wir, als Bündnis, an diesem Tag Mehmet Kubaşık und allen Opfern rassistischen und rechten Terrors.

Weiterlesen