Die Klasse 9a der Martin-Köllen-Förderschule hat sich über mehrere Monate mit den Auswirkungen von Kolonialismus auf ihre heutige Lebensrealität auseinandergesetzt. Zentrale Leitfrage war: Was hat Kolonialismus mit Armut und Reichtum heute zu tun?
Seit Januar dieses Jahres stehen sechs Antifaschist:innen in Düsseldorf vor Gericht. Im Zentrum des Verfahrens stehen Angriffe auf Nazis, die am sogenannten Tag der Ehre in Budapest teilgenommen haben. Die Anklage spricht von versuchtem Mord, gefährlicher Körperverletzung und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
Subversive Theorie Köln, Demos neu denken, Christian Frings(Analyse und Kritik)
Steigende Aufrüstung, Sozialabbau und eine Politik der Kürzungen verändern die gesellschaftlichen Verhältnisse spürbar. Doch wie lässt sich dagegen wirksam Widerstand organisieren? Reichen Demonstrationen aus – oder braucht es neue Formen sozialer Kämpfe, bis hin zu Platzbesetzungen und anderen Formen kollektiver Aneignung?
Kontrollen, Platzverweise, Aufenthaltsverbote, Videoüberwachung und Verbote des Bettelns prägen zunehmend den Umgang mit Wohnungslosigkeit. Im Beitrag schauen wir auf die Entwicklung im Umgang mit Wohnungslosigkeit in der Zeit des Spätfaschismus.
Seit einiger Zeit wird wieder breiter über Begriffe von Faschismus diskutiert, die gesellschaftlichen und inbesondere medialen Entwicklungen standhält. Monatlich erscheinen neue Bücher, Beiträge und Diagnosen. Kaum jemand erinnert sich, dass noch 2020, mit dem Ende der ersten Amtszeit Donald Trumps, die Diagnose, dass wir uns in einem umfassenden, transnationalen, globalisierten Faschisierungsprozess befinden, breit zurückgewiesen worden. Dabei ist die politische Funktion von Faschismen, in kapitalistischen Gesellschaftsordnungen multiple systemische Krisen zu stabilisieren, in linker Perspektive auch 2020 offenkundig gewesen: Die Verteilungskämpfe um ungleiche Zugänge zu Fürsorge, sozialer Sicherheit bis hin ungesicherten Überlebensmöglichkeiten werden nach Innen und Außen über die stereotypen Sündenböcke verdeckt. Entlang gewachsener Achsen der Ungleichheit wie Race, Gender, Sex, Class und Ability werden immer wieder und immer neue Figuren der Anderen als Bedrohungen installiert, die die Spaltungen und Segregationen nach Innen wie Außen vorantreiben – und hiervon sind linke Räume und Organisationsformen selbstverständlich auch betroffen. Längst wird deutlich, dass Gewalt als Strukturprinzip zeitgenössische liberale, imperiale und koloniale Prozesse transnational sichert – an Europas Außengrenzen, in neuen wie alten Kriegen ebenso wie in den europäischen Migrationsgesellschaften. In Geschichte wie Gegenwart erscheint Faschismus als Feld heterogener, sozialer, politischer und medialer Bewegungen. Deren Ideologien der Ungleichheit und Gewaltorientierung, des Völkischen und der Vormacht nationaler Reinheit und Wiedergeburt der Nation erfahren gerade ausgerechnet im Kontext eines hegemonialen Wirtschaftsmodells techfaschistischer Oligarchien transnational Auftrieb und treiben eine sich globalisierende Faschisierung voran.
im Rahmen der Reihe: Kommt der Faschismus heute aus dem Internet?
Radio Nordpol dokumentiert die Podiumsdiskussion: „Gewaltschutz unter Druck – Zwischen Abhängigkeit und Autonomie“, die am 28. April 2026 in der Alten Feuerwache Köln stattfand.
Am Mittwoch, den 24. Juni 2026 fand der erste Prozesstag gegen die neun angeklagten Polizeibeamt:innen einer Wache in Mülheim an der Ruhr am Duisburger Landgericht im Fall des Todes von Ibrahima Barry statt.
Mitschnitt des Vortrags vom 21.05.2026 an der HSD Düsseldorf.
Esther Lehnert ist Professorin für Geschichte, Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus an der Alice Salomon Hochschule in Berlin.