(UN)LEARNING FOR POSSIBLE FUTURES – FAVORITEN FESTIVAL 2022 16/09/2022

Liebes Publikum, liebe Freund*innen, liebe (Un)Learnees,

wir wollen mit- und voneinander (ver)lernen, was wir zu wissen glauben. Wir wollen unsere Vorannahmen und gelernten Muster hinterfragen, andere Perspektiven einnehmen und gemeinsam mit Euch unser Wissen neu sortieren.

Nach mehr als zwei Jahren Ausnahmezustand und an- haltender globaler Krisen ist der Wunsch nach einem „Zurück zur Normalität“ groß. Doch ist es nicht gerade diese Normalität, die sich in dieser Zeit als brüchig erwies? Wie unter einem Brennglas spitzten Benachteiligungen durch Klasse, Race, Gender und Alter simultan bestehende Konflikte in der Gesellschaft zu. Ein einfaches „Back to normal“ scheint für diesen Planeten undenkbar. Was können wir aus diesem Ausnahmezustand über unsere zuvor erlebte „Normalität“ und unsere Gegenwart lernen? Welche Schlüsse ziehen wir daraus für ein zukünftiges Miteinander und die Fragen nach Geschlechtergerechtigkeit, Klimawandel und Privilegien?

FAVORITEN 2022 möchte mit einem erwachsenen und jungen Publikum gemeinsam und kontinuierlich (ver)lernen und wachsen – zwischen den Geschlechtern, Generationen, Klassen, Grenzen und Spezies. Auf der digitalen Bühne und in Dortmund versammelt das erstmals hybrid stattfindende Festival die Vielfalt der Freien Szene, Künstler*innen, Aktivist*innen und Held*innen des Alltags – aus NRW sowie aus einem bundesweiten und internationalen Kontext.

Mit dem digitalen, internationalen Residenzprogramm (UN)LEARNING DISTANCES und der in der Region verorteten Programmlinie (UN)LEARNING PERSPECTIVES wird das (Ver)Lernen konkret erprobt und befragt, von wem wir (ver)lernen und welche Stimmen dabei Gehör finden.

Wir laden Euch herzlich ein, Teil dieser Erprobung zu werden beim FAVORITEN Festival 2022.
https://favoriten-festival.de/

Antifa Cafe: 30 Jahre Rostock-Lichtenhagen 25/08/2022

Aufzeichnung des Antifa Cafe am 25.08.2022 im Nordpol.

“Wo wart ihr in Rostock?“ schrien Antifas nach dem Pogrom in Rostock 1992 der Polizei entgegen. Selbst der Polizei hatten wir nicht zugetraut, dass Sie tatenlos zusieht, wie ein bürgerlicher und faschistischer Mob ein Haus mit vietnamesischen Vertragsarbeiter:innen anzündet. Die Erlebnisse rund um Rostock haben uns geprägt, wir wollten nicht Zuschauer bei der rassistischen Hatz auf Flüchtlinge sein.

Seit 1990 sind mindestens 213 Menschen aufgrund rechter Gewalt getötet worden. Neben diesen offensichtlichen Barbareien von Nazis war aber auch die unerträgliche politische Situation ein Grund, uns zu wehren. Der aufkeimende Nationalismus der 90er Jahre und das „wir sind wieder wer“ Gehabe mit Reichskriegsflaggen auf öffentlichen Plätzen und in Stadien, zeigte die Stimmung der Bevölkerung. Die bürgerlichen Medien übernahmen Symboliken und Inhalte von Rechtsaußen Parteien und in der Jugendzeitung Bravo gab es einen Reichskriegsflaggenaufkleber… Der Faschismus war in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das hielten wir nicht aus. Wir mussten etwas tun.

Wir waren nicht vorbereitet auf diese Situation, aber es fanden sich auch Andere, die mitmachen und dem Unerträglichen ein Ende setzen wollten. Es waren sehr unterschiedliche Menschen, die wir kennengelernt haben, die Geflüchteten geholfen haben, Nachtwachen in Flüchtlingsheimen übernommen haben oder einfach mal Zivilcourage gezeigt haben, weil sie es nicht mehr aushielten – Christen, migrantische Jugendliche, aber auch die ein oder andere Spießbürger:in, die sich diesen nazistischen Wahnsinn nicht gefallen lassen wollte. Aber insbesondere auch die Geflüchteten wehrten sich gegen die Angriffe. Dies waren die beeindruckendsten Momente in der antifaschistischen Selbsthilfe. Aus ihren Ländern vor politischer Verfolgung geflohen, wehrten sie sich massiv gegen den braunen Mob.

Diese Gesellschaft hat viel verdrängt und eine Aufarbeitung hat es nie gegeben. Die Brandstifter:innen von damals sind zum Teil immer noch in rechten Organisationen aktiv. Die geistigen Brandstifter:innen aus Politik und Wirtschaft sitzen in hohen Ämtern, werden geehrt und gefeiert, als hätte es das Alles niemals gegeben.

https://antifacafedortmund.noblogs.org/post/2022/08/19/25-08-30-jahre-rostock-lichtenhagen/

Polizei erschießt 16-jährigen in der Dortmunder Nordstadt 09/08/2022

Gestern, am Nachmittag des 8. August 2022 haben Polizisten einen Jugendlichen in der Dortmunder Nordstadt erschossen. Anwohner*innen haben sich heute zu einer Kundgebung am Kurt-Piehl-Platz getroffen und sind anschließend zur Nordwache gezogen.

Wir dokumentieren einige der Redebeiträge von der Kundgebung.

#pankdemic2022 – 05.08.2022 – ab 18:00 – live 03/08/2022

Livestream – Nur während des Konzerts verfügbar – 05.08.2022. ab 18:00

Hard Facts:
– Freitag, 05.08.2022
– Einlass 17:00
– Beginn 18:00
– Ende 22:00
– Malli-Skatepark
– Eintritt frei

„Pankdemic ist noch nicht vorbei. Wir müssen lernen mit Pankdemic zu leben“ Für den dritten Pankdemic-Streich in diesem Jahr bespielen wir wieder den Skatepark unter der Mallinckrodtbrücke. Auf ganze vier Bands dürft ihr euch diesmal freuen:

NO°RD – Emopunk, Dortmund/Münster https://nordpunk.bandcamp.com

RÜCKBAU WEST – Punk, Hamburg

BELITZKI – Indiepunk, Köln https://belitzki.bandcamp.com

KID KODAK – Punk, Dortmund (First Show!)

Den Skatepark findet ihr unter der Mallinckrodtbrücke (Ecke Huckarder Straße). https://goo.gl/maps/WdNg2x5rjMkuUHnk6 Erreichbar ganz easy mit der U47 vom Hauptbahnhof Dortmund bis Haltestelle Insterburger Straße.

Wir machen keine 2G-Kontrollen, aber halten es für selbstverständlich, dass ihr euch vorher testet – machen wir auch. Um das Infektionsrisiko einzudämmen, empfehlen wir das Tragen einer Maske. – Wenn ihr euch vor Ort unwohl fühlt, bedrängt werdet oder einfach nur Fragen habt, ist unser Awareness-Team jederzeit für euch ansprechbar. – die Fläche ist nur eingeschränkt barrierefrei (nicht gepflasterter Boden) – meldet euch gerne bei uns wenn ihr Fragen habt oder Hilfe benötigt – bitte passt auf die Natur und die Grünanlagen auf <3

Aktuelle Infos immer unter https://www.instagram.com/pankdemic_shows/

Wie auch vor der Pandemie haben wir auf der Veranstaltung keine Lust auf Rassismus, Sexismus oder sonstiges dummes mackerhaftes Verhalten! * die Veranstaltungsreihe von Pankdemic Shows ist gefördert durch die Rock- und Popförderung „dortmund.macht.lauter“ des Kulturbüros der Stadt Dortmund.

Die Gestaltung der Beherrschbarkeit: Über das Design moderner Justizvollzugsanstalten 15/07/2022

Radio Nordpol und der Künstler, Fotograf und Filmemacher Patrick Lohse sprechen anlässlich der Ausstellung Modus 3×4: Operating Conditions im KOP.12 über das Design moderner Justizvollzugsanstalten.

Dabei steht die Gestaltung der Räume, ähnlich wie in den Büroräumen großer Konzerne, zunehmend auch unter dem Zeichen eines spezifischen Zugriffs auf das Verhalten und die Gefühle der Gefangenen. Gestalterische Mittel, die in der Berufswelt auf die Steigerung der individuellen Produktivität abzielen, werden in der Logik des Strafvollzugs in eine Gestaltung der Beherrschbarkeit überführt.

Im Gespräch wird der Frage nachgegangen, mit welchen Strategien künstlerische Arbeiten solche vermeintlich subtilen Zugriffsversuche sichtbar machen können, ohne sogleich die üblichen Angst- und Bedrohungsaffekte der medialen Knastrepräsentation zu provozieren. Daraus ergibt sich auch die Frage, welche politischen Herausforderungen sich dokumentarische Kunst hierbei stellt und wie sich mit gestalterischen Mitteln über andere Formen des Sozialen spekuliert lässt.

Patrick Lohse nutzt in seinen fotografischen und filmischen Arbeiten Strategien des Dokumentarischen, um visuelle Gegenmodelle und spekulative Perspektiven auf die Wirklichkeit zu entwickeln.

Bilder der diskutierten Arbeiten: https://kop12.de/patricklohse und http://patricklohse.de/
https://radio.nrdpl.org/?s=dunkelfeld​

Rechte Hetzkampagne gegen linke Genossen in Dortmund: Eine kurze Gegendokumentation zur Aufklärung 13/06/2022

von sippurim

Content Note: Dieser Beitrag dokumentiert rechte Gewalt und rechte DIskurse um schwere sexuelle Gewalt und Gewalt gegen Kinder. 

Dieser Beitrag dokumentiert die rechte Hetzkampagne gegen die Genossen von ÜberTage, die durch einen Instagram-Beitrag als Sexualstraftäter verleumdet werden: Dortmunder Nazis instrumentalisieren die Ängste vor sexueller Gewalt gegen Kinder auf besonders bedrohliche und widerliche Weise.


#DankeAntifa für die Recherchearbeit, die die Strukturen hinter dieser Social Media Accounts aufdeckt. 
Unsere Solidarität gilt den Betroffenen dieser Kampagne!

Infoveranstaltung des Forums gegen Polizeigewalt und Repression 08/06/2022

Mitschnitt der Infoveranstaltung am 05.06.2022 im Black Pigeon

TRIGGERWARNUNG: Polizeigewalt, Beschreibungen von Gewaltszenen die zum Tod führten

Am 11. Juni findet in Wuppertal eine Demonstration in Gedenken an Alexander und allen anderen Toten durch die Polizei statt. Los geht es um 14 Uhr, am Gutenbergplatz, zu erreichen mit der Schwebebahn (Haltestelle Pestalozzistraße).

Alexander wurde in der Nacht des 12. auf den 13. Juni 2021, durch drei Schüsse aus einer Maschinenpistole, von der Wuppertaler Polizei in seiner Wohnung in der Tannenbergstraße erschossen.

Alexander ist einer von drei Menschen, die in Wuppertal in den letzten Jahren Opfer tödlicher Polizeigewalt wurden. Schon 2019 starb Max in Wuppertal-Wichlinghausen, auf offener Straße, durch Schüsse der Polizei. Im Juni 2021 wurde Alexander in seiner Wohnung durch die Polizei erschossen und im November 2021 starb Georgios, unter nach wie vor ungeklärten Umständen, im Gewahrsam der Wuppertaler Polizei.

Mit der Demonstration möchte das Forum gegen Polizeigewalt und Repression gemeinsamen Protest und Widerstand gegen die allgegenwärtige Gewalt der Polizei organisieren und entwickeln.

Im Vorfeld der Gedenkdemonstration werden in verschiedenen Städten kurze Info-/Mobilisierungsveranstaltungen veranstaltet, wie auch in Dortmund. Dort wird das Bündnis “Forum gegen Polizeigewalt und Repression” vorgestellt, etwas über die Ereignisse der vergangenen Jahre, die Situation in Wuppertal und NRW erzählt und auf die Demo hingewiesen.

Schaut vorbei auf der Seite des „Forum gegen Polizeigewalt und Repression“:
https://forumnrw.noblogs.org

… und kommt am 11. Juni nach Wuppertal!

Der 8. Mai verpflichtet – zum Verhältnis linksradikaler Gruppen zur Forderung eines staatlichen Feiertages 16/05/2022

Aufzeichnung der Rede des Antifa-Blocks am 08.05.2022 in Dortmund

Ein großer Antifa-Block auf der Bündnisdemonstration „Der 8. Mai wird Feiertag!“ in Dortmund hat das ambivalente Verhältnis linksradikaler Gruppen zur Forderung eines staatlichen Feiertages auf die Straße getragen und für die Einlösung des Versprechens von Befreiung gekämpft. Wir dokumentieren die Rede, die der Antifa-Block auf der Auftaktkundgebung gehalten hat.

https://www.antifa.nrw/8-mai-antifa-block/
https://www.8-mai-feiertag-nrw.org/

Konzert mit Ponyhof auf dem 1. Mehmet-Kubaşık-Kinderfest 15/05/2022

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Konzertmitschnitt vom 30.04.2022

Alex und Malte von Ponyhof spielten für euch auf dem 1. Mehmet-Kubaşık-Kinderfest. In ihren Kinderliedern singen sie über Piraten und Ritter, Läuse und Mäuse und darüber, keine Lust zu haben. Zwischen Schminktischen, Infoständen und Hüpfburg wurde bei Sonnenschein ausgelassen getanzt.

Anlass für das Fest ist die Erinnerung an Mehmet Kubaşık, Dortmunder und achtes Opfer des NSU. Er war ein Familienmensch, der in der Nordstadt bekannt und beliebt war. Die Idee für das Kinderfest hatte seine Tochter Gamze; das Bündnis „Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund“ lud daher Groß und Klein zum 1. Kinderfest in Mehmet Kubaşıks Namen ein.

https://tagdersolidaritaet.wordpress.com/2022/04/24/1-mehmet-kubasik-kinderfest/