Gerdi und Gelbhörchen reisen in den Süden– Ein musikalisches Hörspiel 13/12/2020

von Jo und Renate und ganz vielen Freund*innen und Familien

Mitten in der dunkelsten Jahreszeit, in der Depression dieses Lockdowns, freuen wir uns, dass dieses Hörspiel uns mit auf die Reise nimmt: Gerdi und Gelbhörchen wollen mal aus Dresden weg! Sie fahren mit dem Zug nach Madagaskar und zum afrikanischen Kontinent und machen alles, was wir gerade nicht können: Sie leben, erleben Abenteuer, sind sehr kontaktfreudig und singen unablässig – unser Therapeutikum, wir empfehlen die abenteuerlichen Episoden in regelmäßiger Dosis!

„Pack Dein Strickzeug weg, Kaschiebe, du blamierst uns!“ – Eine Bearbeitung des Hörspiels „Die Weiberbrigade“ nach Inge Müller 12/12/2020

Intro zur Einordnung des Hörspiels mit den Produzent.innen.

Im Intro erfahrt ihr, wer die Produzent.innen sind, eine kurze Einführung in die Thematik des Hörspiels „Die Weiberbrigade“ von Inge Müller sowie die Ideengeschichte der Bearbeitung des Hörspiel und seine Umsetzung. Weitere Informationen zu den Produzent.innen findet ihr unter:

https://www.instagram.com/ilsevida/ | @ilsevida https://twitter.com/Ilse_Vida | @Ilse_Vida

Zum weiterführenden Literaturhinweis: Karstadt waren wir, von Olivia Golde aus dem Jahre 2020 findet ihr weitere Informationen unter: http://www.trottoirnoir.de/?page_id=415

Hörstück von Justina Fink / Hannah Maneck / Hannah Ruoff / Leipzig 2020 (50 Minuten, in deutscher Sprache)

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Das Hörstück ist Hörspiel, Feature, Diskussion und Klangcollage gleichermaßen. Dabei erzählt das Hörstück die Geschichte von Jenni Nägle und ihrer „Weiberbrigade“, die als Schlosserinnen 1960 im Kombinat „Schwarze Pumpe“ arbeiten und leben. Die Geschichte erzählt von den Alltagskämpfen von Kaschiebe, Vera und Jenni und den anderen Menschen in der Brigade und im Kombinat, ihrer gelebten oder auch fehlenden Solidarität; von Ehe, Kindererziehung und Sexualität. Dabei kommentieren die Sprecherinnen, drei Leipziger Rentnerinnen, was sie lesen und erzählen ihre Perspektive auf die Frauen*politik der DDR.

Ergänzt wird dieser Teil der Erzählung sowohl durch den historischen Blick in Alexandra Kollontais Thesen zur Sexualmoral, sowie durch den Blick in Inge Müllers Produktionsprozess und ihre Stellung als Autorin in der DDR. Das Hörstück fragt wie Sorge- und Hausarbeit anders organisiert sein könnte. Es fragt wie das Verhältnis von Arbeit, Geschlecht und Beziehungen durch ökonomische Abhängigkeiten strukturiert wird. Es fragt wie das binäre Geschlechtersystem zu überwinden ist.

Die Produktion wurde gefördert vom Fachschaftsrat Soziale Arbeit.Medien.Kultur der Hochschule Merseburg, dem StuRa der Uni Leipzig und den Fachschaftsräten Germanistik, Theater-, Politik- und Kulturwissenschaften der Uni Leipzig. Wir danken dem henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin für die Stückrechte. 

Ausschnitte aus folgenden Liedern sind im Hörspiel zu hören:

“Nadezhda” von Anna German 

“A za Oknom to Dozh to Sneg” von Tamara Miansarova

“Damals” von Bärbel Wachholz

“Cherniy Kot” von Tamara Miansarova

“Verbesserungsvorschlag” von Oktoberklub

“The Drunken Happy End” von Mega Laottia

Antifa Cafe: Vom „Kleinen“ zum Großen? Rechte Politik auf lokaler Ebene 02/12/2020

Ein Blick auf die Kommunalwahlantritte von AfD, Die Rechte und NPD

Zur Unterstützung: Die Präsentation zum Vortrag zum selbst durchklicken

Am 13. September 2020 fanden in NRW die Kommunalwahlen statt. Eine Vielzahl an Gremien und Ämtern wurden neu besetzt – im Ruhrgebiet wurde mit zudem erstmals das „Ruhrparlament“ direkt von den Wähler*innen gewählt. Im Vortrag wird über die Wahlantritte neonazistischer und rechtsextremistischer Parteien in NRW informiert. Neben einem Blick auf Programmatik und Kandidierende wird dabei vor allem darauf geschaut, welche Bedeutung die jeweiligen Parteien der Kommunalpolitik zusprechen. Und ob es ihnen gelingt, diese Ansprüche umzusetzen.

Schwerpunkt des Vortrags ist die AfD. Denn trotz vieler innerparteilicher Probleme ist davon auszugehen, dass von dieser Partei weit mehr Vertreter*innen in die kommunalen Gremien einziehen werden, als das bislang in NRW der Fall war. Weiterhin werden mögliche Auswirkungen einer wachsenden Präsenz rechter Parteien auf kommunaler Ebene diskutiert, bevor thematisiert wird, welche Strategien gegen deren Einzug angewandt werden können. Und wie ein Umgang aussehen sollte, wenn die Mandatsträger*innen nach den Wahlen versuchen, sich auf kommunaler Ebene zu etablieren.

Der Vortrag fand am 13.08.2020 statt. Die Veranstaltung wurde durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ermöglicht. Weitere Infos und Veranstaltungsankündigungen unter: https://antifacafedortmund.noblogs.org/

Internationaler Tag gegen Gewalt an FLINT – Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre und trans Personen 24/11/2020

vom Feministischen Kollektiv Dortmund

Der 25. November ist der Tag, an dem Menschen international die vielseitigen Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt anprangern. Da in Zeiten der Corona Pandemie viele Protestformen eingeschränkt sind, möchten wir, Aktivistinnen* des Feministischen Kollektiv Dortmund, einige Gedanken zu diesem Anlass in Form teilen.

Die im Beitrag erwähnte BKA-Studie zu Gewalt in Partnerschaften im Jahr 2019 findet sich beim Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

Antifa Cafe: Behinderung als Benachteiligungskonstante – Perspektive auf Behinderung früher und heute. 18/11/2020

75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges stellt sich die Frage: Welche Konsequenzen haben wir gezogen. Helfen uns Menschenrechte wirklich immer weiter? Haben die Vereinten Nationen Unrecht besiegt? Für Menschen mit Behinderungen stellen sich diese Fragen tatsächlich existenziell immerzu. So gibt es erst seit 2009 gilt die UN Behindertenrechtskonvention in Deutschland, also explizite Menschenrechte für behinderte Menschen. Ist das genug? Werden Sie umgesetzt? Das alles und mehr diskutieren wir mit Constantin Grosch, Inklusionsaktivist und Politiker. Wer mag, kann zusätzlich im Archiv Behindertenbewegung reinlesen: https://archivbehindertenbewegung.org/

Die Veranstaltung wurde durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ermöglicht.
Das Antifa Café findet immer am zweiten Donnerstag im Monat statt. Weitere Infos und Veranstaltungsankündigungen unter: https://antifacafedortmund.noblogs.org/

Vor den Kontaktbeschränkungen hat das Antifa Café im Nordpol stattgefunden hat. Damit das ’nach Corona‘ auch noch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr unsere Lieblingskneipe finanziell unterstützt. Schreibt dem Nordpol dafür unter kontakt@nrdpl.org.

Gespräch mit Ali Şirin über die Broschüre „Trauer, Wut und Widerstand“ 15/11/2020

Mit der Broschüre „Trauer, Wut und Widerstand“ möchte das Bündnis Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund einige der antirassistischen Initiativen und Bündnisse in Deutschland vorstellen. Ihr Engagement hat viele Gemeinsamkeiten: Sie halten das Gedenken an die Betroffenen aufrecht, solidarisieren sich mit den Opfern rechter Gewalt und ihren Angehörigen, fordern Aufklärung und Konsequenzen.

Download:
https://tagdersolidaritaet.files.wordpress.com/2020/11/broschuere_trauer_wut_und_widerstand.pdf

Herausgegeben von:
Bündnis Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund
www.tagdersolidaritaet.wordpress.com

Teilgefördert durch:
Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW www.nrw.rosalux.de

Spenden:
Lückenlos e.V.
Betreff: Spende für Broschüre Trauer, Wut und Widerstand
GLS Bank
IBAN: DE 19 4306 0967 41

Dokumentation Kundgebung „Tag der Solidarität“ 09/11/2020

„Ich möchte, dass die Leute niemals vergessen, dass dieser Staat und seine Behörden uns erst geglaubt haben, als die Nazis sich 2011 selbst zu den Morden bekannt haben“ 

Dokumentation einer Audio-Collage, des Bündnis „Tag der Solidarität/ kein Schlussstrich Dortmund“ anlässlich des 9. Jahrestages der Selbstenttarnung des NSU.

Mehr Infos: https://tagdersolidaritaet.wordpress.com/
Twitter: @tdsolidaritaet
Facebook: https://m.facebook.com/tagdersolidaritaet/
Instagram: bundnistagdersolidaritat

Gegen die Mythen der Kameraüberwachung und das Regime des „sozialen Panoptismus“! 22/10/2020

Mr. Pinguin und sippurim

Seit den 1990er Jahren weitet sich die Kameraüberwachung von privaten und öffentlichen Räumen stetig aus. Ab November 2020 soll auch die Münsterstraße in Dortmund überwacht werden. Zur Begründung dieser Überwachung werden längst widerlegten Mythen von Sicherheit durch Kameras bemüht. Jedoch lässt sich die Zunahme von Überwachung und Kontrolle der städtischen Armen nicht außerhalb des Aufstiegs eines allgemeineren politischen Rahmens begreifen, der die Armut bestraft, um die Auswirkungen neoliberaler Politik auf das untere Ende der Sozialstruktur der Industrienationen in den Griff zu bekommen. Verschärfung von Polizeigesetzen und von Gefängnisstrafen insbesondere für Asylsuchende und Migrant*Innen sind integraler Bestandteil einer grundsätzlichen Umgestaltung des Staates in den letzten Jahrzehnten, die durch den Wandel der Lohnarbeit erforderlich wurde.

Textgrundlagen: Polizeiakte der AG Ausweitung Videoüberwachung der Polizei Dortmund; Mythen der Videoüberwachung entkräften von der Initiative „Kamera stoppen“; Smart City Dortmund? – Die Verdammten der Stadt in der Linse einer „smarten Ordnung – Streitschrift gegen Kameraüberwachung und „Smart City“, Hrsg. Die Umstürzenden Laternen, Januar 2020.

Free Licence Musik: Andrew Huang – Blunt; Silent Partner – Sad Past; Jan Chmelar – Bang it out; DMA Illan – Aggressive Symphony

Weitere Informationen zu Videoüberwachung und Widerstand:

https://kameras-stoppen.org/ & https://www.nocamdo.org/

Antifa Cafe: Aktualität des Rechtsterrorismus 13/10/2020

Parallel zum gesellschaftlichen Rechtsruck ist die Zahl rechtsmotivierter Gewalttaten in Deutschland stark angestiegen. Es sind aber auch qualitative Veränderungen festzustellen,  Mordanschläge, Bombendrohungen und enttarnte Planungen großer Anschläge werden leider immer häufiger. Im Juni 2019 ermordeten Neonazis den CDU-Politiker Walter Lübcke. Im Oktober 2019 versuchte ein Neonazis ein Massaker in der Synagoge von Halle zu verüben, als es ihm nicht gelang in das Gebäude einzudringen, ermordete er die zufällig anwesenden Passant*innen Jana L. und Kevin S. Im Februar 2020 ermordete ein Rassist in Hanau  Gökhan Gültekin, Ferhat Ünvar, Hamza Kurtović, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kalojan Velkow, Fatih Saraçoğlu, Vili Viorel Păun, Said Nessar El Hashemi sowie seine Mutter Gabriele Rathjen. Seit dem Oktoberfestattentat 1980 in München forderte kein rechter Anschlag so viele Todesopfer wie die Morde von Hanau. Der Rechtsterrorismus hat damit an erschreckender Aktualität und Brisanz gewonnen.

Der Vortrag zeichnet die quantitativen wie qualitativen Veränderungen rechter Gewalt in den letzten Jahren nach und widmet sich ausführlich dem neuen Rechtsterrorismus. Dabei wird auch die Frage diskutiert, ob es die Gefahr zunehmend von „Einzeltätern“ ausgeht und wie das staatliche Vorgehen gegen Rechtsterrorismus zu bewerten ist.

Anschließende Diskussionen über den Vortrag „Aktualität des Rechtsterrorismus“.

Weitere Informationen findet Ihr unter: https://antifacafedortmund.noblogs.org

Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster – Interview mit Eva Waldschütz 05/10/2020

von Miriam, Marta und Eva

Anlässlich des internationalen Safe Abortion Day am 28.09.2020 hat das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster ein Interview mit Eva Waldschütz geführt. Die Gynäkologin setzt sich bereits seit fast 40 Jahren für den Zugang zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch ein und hat in ihrer Praxis in Wuppertal lange Zeit auch selbst Abbrüche durchgeführt. Sie ist mehrmals nach dem §219a StGB verurteilt worden, der es Ärztinnen verbietet, auf ihrer Website über diese medizinische Leistung zu informieren.

Das Interview steht auch im Zusammenhang mit dem für den 10.10.2020 vom Bündnis geplanten Protest gegen eine Demonstration radikaler Abtreibungsgegnerinnen in Münster. Auf dieser jährlich stattfindenden Veranstaltung fordern christliche Fundamentalist*innen sowie rechtskonservative bis rechtsextremistische Kräfte die vollständige Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.
https://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/vor-ort/muenster