Ein Gespräch über den NSU-Komplex, den Mord an Mehmet Kubaşık und die Perspektive der Familie Kubaşık
Gamze Kubaşık, Tochter von Mehmet Kubaşık, der vom NSU am 4. April 2006 in Dortmund ermordet wurde, und Ali Şirin sprechen über den NSU-Komplex: Zehn Menschen fielen zwischen 2000 und 2007 den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zum Opfer. Die rechte Terrorzelle verübte zudem mindestens drei Anschläge in Köln und Nürnberg und beging mehrere Banküberfälle. Diese unfassbare Mordserie kam erst am 4. November 2011 zu Tage.
Eine Kinder-Radiosendung der Naturfreund*innen Dortmund Nord
Wir haben für euch eine Sendung übers Radfahren gemacht. Oder vielleicht eher darüber, was beim Radfahren in Dortmund nicht so gut klappt. Wir haben die Kidical Mass in Dortmund besucht und mit Peter von Aufbruch-Fahrrad übers Radfahren in Dortmund gesprochen. Malte ein Experte von der Universität Hamburg erklärt uns, welche Gefahren von vielen Autos ausgehen. Und der Naturfreund Horst erzählt von seinem ganz besonderen Fahrrad, dem Handbike.
Foto: Kidicalmass Musik: Die Prinzen, Max Raabe, Simon sagt
Aufzeichnung des Antifa Cafe am 25.08.2022 im Nordpol.
“Wo wart ihr in Rostock?“ schrien Antifas nach dem Pogrom in Rostock 1992 der Polizei entgegen. Selbst der Polizei hatten wir nicht zugetraut, dass Sie tatenlos zusieht, wie ein bürgerlicher und faschistischer Mob ein Haus mit vietnamesischen Vertragsarbeiter:innen anzündet. Die Erlebnisse rund um Rostock haben uns geprägt, wir wollten nicht Zuschauer bei der rassistischen Hatz auf Flüchtlinge sein.
Vom 09.08. bis zum 15.08.2022 fanden die System Change Aktionstage von Ende Gelände in Hamburg statt. Die Aktionen richteten sich gegen den fossilen Rollback und die Errichtung von neuen LNG Gas Terminals. Mr. Pinguin berichtet kurz vom Aktionstag am Samstag den 13.08.2022 bei dem in mehreren Blockaden der Hamburger Hafen blockiert wurde.
Für die Woche vom 09.08. – 15.08.22 ruft Ende Gelände zu einem Camp und Massenaktion in und um Hamburg gegen LNG-Terminals und für die Beendigung neokolonialer Ausbeutung auf. Aufruf von Ende Gelände 2022.
Im Interview erklärt Malte ein Aktivist von Ende Gelände, was es mit LNG (Liquefied Natural Gas) auf sich hat, warum es einen Gaus-Ausstieg statt eines Gas-Lock-in braucht und wieso Hamburg zum Ort des Widerstands gegen das fossile Rollback, neokoloniale Ausbeutung & Rassismus werden wird. Mehr Infos unter: https://www.ende-gelaende.org
Content Note: Dieser Beitrag dokumentiert rechte Gewalt und rechte DIskurse um schwere sexuelle Gewalt und Gewalt gegen Kinder.
Dieser Beitrag dokumentiert die rechte Hetzkampagne gegen die Genossen von ÜberTage, die durch einen Instagram-Beitrag als Sexualstraftäter verleumdet werden: Dortmunder Nazis instrumentalisieren die Ängste vor sexueller Gewalt gegen Kinder auf besonders bedrohliche und widerliche Weise.
#DankeAntifa für die Recherchearbeit, die die Strukturen hinter dieser Social Media Accounts aufdeckt. Unsere Solidarität gilt den Betroffenen dieser Kampagne!
Mitschnitt der Infoveranstaltung am 05.06.2022 im Black Pigeon
TRIGGERWARNUNG: Polizeigewalt, Beschreibungen von Gewaltszenen die zum Tod führten
Am 11. Juni findet in Wuppertal eine Demonstration in Gedenken an Alexander und allen anderen Toten durch die Polizei statt. Los geht es um 14 Uhr, am Gutenbergplatz, zu erreichen mit der Schwebebahn (Haltestelle Pestalozzistraße).
Alexander wurde in der Nacht des 12. auf den 13. Juni 2021, durch drei Schüsse aus einer Maschinenpistole, von der Wuppertaler Polizei in seiner Wohnung in der Tannenbergstraße erschossen.
Alexander ist einer von drei Menschen, die in Wuppertal in den letzten Jahren Opfer tödlicher Polizeigewalt wurden. Schon 2019 starb Max in Wuppertal-Wichlinghausen, auf offener Straße, durch Schüsse der Polizei. Im Juni 2021 wurde Alexander in seiner Wohnung durch die Polizei erschossen und im November 2021 starb Georgios, unter nach wie vor ungeklärten Umständen, im Gewahrsam der Wuppertaler Polizei.
Mit der Demonstration möchte das Forum gegen Polizeigewalt und Repression gemeinsamen Protest und Widerstand gegen die allgegenwärtige Gewalt der Polizei organisieren und entwickeln.
Im Vorfeld der Gedenkdemonstration werden in verschiedenen Städten kurze Info-/Mobilisierungsveranstaltungen veranstaltet, wie auch in Dortmund. Dort wird das Bündnis “Forum gegen Polizeigewalt und Repression” vorgestellt, etwas über die Ereignisse der vergangenen Jahre, die Situation in Wuppertal und NRW erzählt und auf die Demo hingewiesen.
Aufzeichnung der Rede des Antifa-Blocks am 08.05.2022 in Dortmund
Ein großer Antifa-Block auf der Bündnisdemonstration „Der 8. Mai wird Feiertag!“ in Dortmund hat das ambivalente Verhältnis linksradikaler Gruppen zur Forderung eines staatlichen Feiertages auf die Straße getragen und für die Einlösung des Versprechens von Befreiung gekämpft. Wir dokumentieren die Rede, die der Antifa-Block auf der Auftaktkundgebung gehalten hat.
Peter Gingold, deutsch-jüdischer Widerstandskämpfer & Kommunist (1916-2006), beschreibt anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung seine Arbeit im Widerstand.
In diesem bisher unveröffentlichten Audiomaterial von einem Vortrag aus Kamen aus dem Mai 2005, erzählt er aus seiner Biografie. Er spricht darüber, wie er die letzte Phase des Krieges und den 8. Mai erlebte und in welch verzweifelter Situation sich Antifaschist:innen in ganz Europa befanden. Seine Aufgabe in der Résistance war es Offiziere und Soldaten der Wehrmacht für die Zusammenarbeit mit dem Widerstand zu gewinnen. Die Deutschen waren überzeugt von Hitler und der „Nimbus der Unbesiegbarkeit der deutschen Armee“ bröckelte erst mit Stalingrad. Gingold mahnt selbst in der verzweifeltesten Situation nie zu resignieren und erinnert daran, welch ambivalente Gefühle der 8. Mai bei den überlebenden Widerstandskämpfer:innen hervorrief. Denn der Jubel in Deutschland blieb aus, während ganz Europa von der Nazibarbarei befreit wurde, fühlte sich ein Großteil der Deutschen nicht befreit. Eine Erinnerung daran, dass das Kriegsende in Deutschland zwar herbeigesehnt wurde, aber nicht aus eigener Kraft herbeigeführt wurde.