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Liveberichterstattung aus Gießen am 29.11.2025 27/11/2025

Live und vor Ort aus Gießen von den Widersetzen Protest wird es eine Radioberichterstattung geben – am Samstag, den 29. November von 7 bis 12 Uhr beim FSK in Hamburg auf der 93,0 Mhz und im livestream auf fsk-hh.org. Warum?

Am 29. und 30. November will die AfD in Gießen eine neue Jugendorganisation gründen – mit abgewandeltem Reichsadler und Namen wie „Junge Patrioten“ oder „Patriotische Jugend“, vielleicht auch „Generation Deutschland“. Gegen diese Neuformierung einer radikalen rechten Jugend, mit starken Verbindungen in die neonazistische Szene wird es Zivilgesellschaftlichen Protest geben: Das Bündnis Widersetzen ruft auf, sich in Gießen dem Gründungstag der neuen Jugendorganisation der AfD entgegen zu setzen – und die Freien Radios werden davon berichten.

Am Samstag werden in Gießen einige Reporterinnen unterwegs sein, die euch im Radioprogramm auf dem Laufenden halten werden, was wo passiert im Kontext des Protestgeschehens bei Widersetzen. Aktuelle Berichterstattung, vor Ort und von unten – Schaltet ein am Samstag von 7 bis 12 Uhr beim FSK in Hamburg auf der 93,0 Mhz und im livestream auf fsk-hh.org oder folgt den News-Ticker auf Mastodon unter https://freie-radios.org/@inforadio.

LIVESTREAM FÜR SAMSTAG 29.11

Mitschnitt der Veranstaltung vom 16.05.2025 im Petershof Köln – Die Vergangenheit ist nicht zu fern – Jugend und Strafe in der NS-Zeit und heute 25/05/2025

Bis heute sind Teile des gesellschaftlichen Zusammenlebens von Kontinuitäten der NS-Zeit gezeichnet. Das betrifft das deutsche Verständnis von Erziehung im Allgemeinen und die Erziehung im Kontext des Jugendstrafvollzugs im Besonderen, was sich etwa in Begrifflichkeiten und aus der NS-Zeit übernommenen rechtlichen Grundlagen zeigt. So wird bis heute in jungen Menschen, die vor Gericht stehen, nach sogenannten schädlichen Neigungen gesucht, die das strafrechtlich relevante Verhalten begründen sollen; der Umgang steht im Widerspruch zu demokratischen Ideen von Erziehung und Entwicklung. Im Rahmen der Veranstaltung ergründen Lisa Tölle, Jan Tölle und Michèle Winkler die NS-Kontinuitäten im Jugendstrafrecht und die gesellschaftliche Perspektive auf Jugend, die sich darin spiegelt. Gemeinsam wollen wir tradierte Linien in aktuellen Jugendkriminalitätsdiskursen erhellen, diskutieren und über Alternativen nachdenken.

Moderiert wird das Gespräch vom AKJ Köln.

Der Themenabend ist eine Kooperation des Komitees für Grundrechte und Demokratie, dem EXIT-EnterLife e.V., dem AKJ Köln und dem Petershof.

Die Beteiligten:

Dr. Lisa Tölle ist Kriminologin und Sonderpädagogin. An der pädagogischen Hochschule Freiburg beschäftigt sich in ihrer Forschung mit staatlichen Reaktionen auf abweichendes Verhalten.

Jan Tölle ist Supervisor (DGSv) und Geschäftsführer von EXIT-EnterLife e.V., einem Träger für emanzipatorische Bildung für junge Menschen in Haft. Aus abolitionistischer Perspektive setzt er sich kritisch mit Strafen und Gefängnis auseinander.

Michèle Winkler arbeitet als Politische Referentin im Komitee für Grundrechte und Demokratie, mit einem Fokus auf die Kritik staatlicher Gewaltinstitutionen, insbesondere die Polizei.

Der AKJ (Arbeitskreis kritischer Jurist\innen) Köln ist eine bundesweit vernetzte rechtspolitische Hochschulgruppe, die sich aus einer kritischen Perspektive mit dem Recht auseinandersetzen.