Mastodon

Was tun N°2 – „Remigration“: Geheime Deportationspläne oder schon aktuelle Politik? 01/05/2024

Mitschnitt einer Veranstaltung des Grundrechtekomitees am 29.04.2024 in der Alten Feuerwache Köln.

Moderation: Britta Rabe

Sebastian Rose von Abschiebungsreporting NRW
Bian Sukrow Abschiehaftberatung Nord

Unter dem Stichwort „Remigration“ diskutierten Mitglieder von AfD, CDU und Co. auf dem von CORRECTIV aufgedeckten konspirativen Treffen bei Potsdam den faschistischen Plan einer Massenvertreibung. Langfristig soll sich aller Menschen mit Migrationshintergrund und solcher, die nicht ihrer völkischen Definition von Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft entsprechen, entledigt werden. Wie fiktiv sind die Pläne der Rechten, wie weit sind deren Ideen von der aktuellen Migrations- und Abschiebepolitik entfernt und wie können wir sie aufhalten?

Nach Bekanntwerden der Correctiv-Recherche sind auch in Köln unzählige Menschen auf die Straße gegangen, um zu zeigen, dass sie sich das Miteinander anders vorstellen, als Menschen abzuschieben, weil die nicht im völkischen „Wir“ mitgedacht werden sollten. In den Stadtteilen vernetzen sich seither Menschen, um gemeinsam zu überlegen, was man gegen das Bedrohliche und für das, was Hoffnung schenkt, tun kann. Die Veranstaltungsreihe möchte bereits vorhandenes Wissen teilen und schon länger Aktive mit frisch Motivierten vernetzen.

mit Sebastian Rose, Abschiebunsreporting NRW

und Bian Sukrow, Abschiebehaftberatung Nord

Moderation: Britta Rabe vom Grundrechtekomitee

Was tun N°3 zum Thema „AfD-Verbot ja oder nein?“ findet am 03.06.2024 im Bürgerzentrum Büze in Köln-Mülheim statt.

Literaturempfehlungen der Vortragenden: Miltiadis Oulios – Blackbox Abschiebung, Frankfurt 2016 // Christine M. Graebsch, Martin von Borstel: Drohende Abschiebung: Handlungsmöglichkeiten und Rechtsschutz (Fluchtaspekte), Göttingen 2021 // Lina Droste & Sebastian Nitschke: Die Würde des Menschen ist abschiebbar Einblicke in Geschichte, Bedingungen und Realität deutscher Abschiebehaft, Münster 2021

Doku: Vortrag von Richard Schuberth: Die Jugoslawienkriege und die (radikale) Linke – Eine Retrospektive 26/04/2024

Am 20. April 2024 organisierte die Gruppe Polaris in Köln ein Symposium zum Thema 25 Jahre Jugoslawien Krieg.

Ankündigungstext:

„Für den Schriftsteller und Gesellschaftskritiker Richard Schuberth waren die Jugoslawienkriege ein prägender Einschnitt in seinem politischen Denken wie auch seiner Biographie. Und ein Freiluftlaboratorium, auf welchem Ethnisierung, postsozialistischer Nationalismus und internationale Interessen auf vielfältige Weise ineinanderwirkten und worauf dessen Opfer dankend hätten verzichten können.

Richard Schuberth wird diese Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln rekapitulieren, dabei auch kritisch die progressiven Positionen innerhalb der Linken sowie ihre kognitiven Verzerrungen und Fehlschlüsse (z. B. wo die Kritik der westlichen Parteinahmen in den „Handkeismus“ kippte) reflektieren und seine persönliche Odyssee auf der Suche nach der Wahrheit dieser Kriege nachzeichnen.“

Doku: Vortrag von Krsto Lazarević: Das multiethnische Jugoslawien und sein Zerfall als posthume Projektionsfläche der Neuen Rechten 26/04/2024

Am 20. April 2024 organisierte die Gruppe Polaris in Köln ein Symposium zum Thema 25 Jahre Jugoslawien Krieg. Krsto Lazarević hielt einen Vortrag zum Thema: Das multiethnische Jugoslawien und sein Zerfall als posthume Projektionsfläche der Neuen Rechten. Diesen dokumentiert Radionordpol. Krsto Lazarević arbeitet im EU Parlament für einen Abgeordneten schwerpunktmäßig zu Flucht, Migration und Entwicklungspolitik.

Er betreibt zusammen mit Danijel Majic den Podcast „Neues vom Ballaballa Balkan“.

Anschaffen & Abschaffen: linksradikale Perspektiven auf Sexarbeit und Polizei 25/04/2024

Beim Vortrag vom 04.04.24 verzichtete Lou auf das Narrativ der erfüllten Sexualität sowie der persönlichen Befreiung durch Sexarbeit und argumentierte außerhalb klassischer Opfer-Narrative.

Lou ist (atm ex)-Sexarbeiter*in und Aktivist*in. They hat unsere Perspektive auf Sexarbeit in dem Vortrag erweitert. Lou verzichtete dabei auf das Narrativ der erfüllten Sexualität sowie der persönlichen Befreiung durch Sexarbeit und argumentierte außerhalb klassischer Opfer-Narrative. Stattdessen wurden sich gesellschafts-politische Grundlagen angeschaut und besonders die Rolle der Polizei in den Blick genommen. Dabei stellte they heraus, dass das sog. „Nordische Modell“ keine intersektional feministische und linke Forderung sein kann.

Organisiert in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

Doku: Inputs von Turn Left?! Podiumsdiskussion über Linke zwischen Bewegung und Parlament 21/04/2024

Am Freitag, den 12.04.24 fand in Köln eine Podiumsdiskussion zum Thema Linke zwischen Bewegung und Parlament statt. Radio Nordpol dokumentiert hier ein Eingangsinputs der Diskutant: innen. Beim Neuen Deutschland gibt es einen Veranstaltungsbericht.

Ankündigungstext: Rechtsruck, Klimakrise, lange Schlangen bei der Tafel – die Notwendigkeit einer starken gesellschaftlichen Linken könnte nicht größer sein, bei den vielfachen Krisen die der Kapitalismus grade hervorbringt. Doch die Bewegungslandschaft wirkt spätestens nach der Pandemie aus der Puste und strategisch planlos. Die Massendemonstrationen gegen die AFD lassen ein wenig Hoffnung aufscheinen, doch gleichzeitig zum „Aufstand der Anständigen“ wird von Ampel und CDU mit dem Abschottungsregime Geas das Grundrecht auf Asyl faktisch abgeschafft und immer neue rassistische Drangsalierungen wie die Bezahlkarte für Geflüchtete werden durch den Bundestag gepeitscht.  

Also was tun? Personen aus verschiedenen sozialen Bewegungen haben sich unter „Eine Linke für alle!“ (einelinkefueralle.de) zusammengeschlossen und sehen in einer versuchten Erneuerung der Partei ,,Die Linke“ ein neues Möglichkeitsfenster für einen „Turn Left“. 

⁉️ Wir wollen mit euch darüber diskutieren: Was kann eine parlamentarische Linke verändern? Brauchen wir eine ,,sozialistische Gerechtigskeitspartei“? 

Wo bestehen Risiken, im Verlassen auf eine parlamentarische Strategie?

Und wie können wir als radikale Linke der Gesamtscheiße grade wirklich etwas entgegensetzen?

Es diskutieren: Lea Reisner – Antifaschistin, Krankenschwester, Seenotretterin. Sie tritt bei den Europawahlen 2024 für Die.Linke auf Listenplatz 9 an.

Robert Schlosser – über viele Jahre Arbeiter und technischer Angestellter in verschiedenen Industriebetrieben, Unterstützer der Gruppe oppositioneller Gewerkschafter bei Opel, Autor u.a. in Express – Zeitung für sozialistische betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, dem rätekommunistischen Blog https://communaut.org/

Berena Yogarajah – Aktivistin, organisiert in der IL und befasst sich mit postmigrantischer Gesellschaft und Politik

Eine Veranstaltung von Antifa AK Köln, Interventionistische Linke Köln, Subversive Theorie

Elfter Prozesstag im Fall der Tötung von Mouhamed Lamine Dramé 20/04/2024

Am 11. Prozesstag haben endlich zwei angeklagte Polizisten ausgesagt, darunter der Dienstgruppeneinsatzleiter. Der Kern seiner späten Aussage ist die Schlagzeile, die seither in der Presse verbreitet wird: ein Lehrstück an öffentlicher und zivilgesellschaftlicher Normalisierung von tödlicher rassistischer Polizeigewalt. Ob diese Strategie der Verteidigung sich auf deren juristische Legitimation einwirkt, wird sich zeigen. Die Polizisten stehen nach ihren Aussagen jedenfalls gerne für Interviews bereit. Eine Aussage des Schützen wird im Prozessverlauf erwartet.

Bei uns kommen allerdings andere Stimmen zu Wort:
In dieser Folge hört ihr Ausschnitte aus einem Pressegespräch mit der Anwältin der Nebenklage, Lisa Grüter. Außerdem kommen erneut die Prozessbeobachtenden Britta Rabe vom Komitee für Grundrechte und Demokratie, fanny von nsu watch NRW, ein unabhängiger journalist sowie william vom solidaritätskreis justice4mouhamed zu Wort.

Ebenfalls relevant am heutigen Prozesstag ist der Antrag der Nebenklage an die Kammer, endlich über die Frage zu entscheiden, ob die Aussagen der Polizist*innen in Anschluss an den Einsatz gegenüber der Dienststelle Recklinghausen als Beweise im Gerichtsprozess verwertet werden können – auch um das Verfahren notfalls in höhere Instanzen zu bringen. Leider ist mit der Entscheidung der Kammer hierzu erst im Sommer zu rechnen. Insgesamt müssen wir uns weiterhin auf einen langwierigen Prozess einstellen.

Zum Schluss möchten wir auf kommende Radiobeitrage in dieser Reihe hinweisen: Während der Gerichtsprozess bis zum 22.5. pausiert, werden wir in der Zwischenzeit mit Arian Schiffer-Nasserie, Politikwissenschaftler an der Evangelischen Hoschule Bochum, über die aktuellen Entscheidungen des Europäischen Parlaments zur Asylpolitik sprechen.

Außerdem sprechen wir mit Daniel Loick, Philoph an der Universität Amsterdam, über Abolitionismus, die Abschaffung der Abschieberegimes sowie eine Gesellschaft ohne Polizei.

Ein Interview mit Lisa Grüter, Anwältin der Nebenklage, findet ihr in der kommenden Mai Ausgabe der Lotta: https://lotta-magazin.de/

Wir bedanken uns bei allen Menschen die mit uns heute gesprochen haben und bei allen Menschen, die so tatkräftig den Prozess mitbegleiten. Solidarische Grüße auch an die Familie Drame: Wir sind an eurer Seite.

No Justice, no Peace.

ÜberLeben in Haft – im Gespräch mit Thomas Meyer Falk 12/03/2024

Aufzeichnung der Veranstaltung vom 09.03.2024 im Nordpol in Dortmund

Im Sommer 2023 wird Thomas nach fast 27 Jahren in Haft entlassen. Wir sprechen mit ihm darüber, wie mensch so eine lange Zeit in Haft überlebt. Wir fragen nach, welche Wege und Ressourcen durch die Isolationshaft führen, was Soliarbeit bedeutet, wer sie macht und was Menschen tun können, die sich auf eine Inhaftierung vorbereiten müssen. Auch die Frage was eigentlich passiert, wenn mensch nach langer oder kurzer Zeit im Knast entlassen wird, wollen wir mit Thomas besprechen. Danach gibt es Raum für Eure Fragen.

Weiterlesen

Sechster Prozesstag im Fall der Tötung von Mouhamed Lamine Dramé in Dortmund 29/02/2024

Knapp eineinhalb Jahre nach der Tötung von Mouhamed Lamine Dramé durch die Dortmunder Polizei hat am 19.12.2023 der Prozessauftakt am Landgericht Dortmund stattgefunden. Der Prozess wird voraussichtlich bis zum Herbst 2024 andauern. Das öffentliche Interesse an dieser Gerichtsverhandlung ist groß: Selten genug kommt es in Deutschland bei tödlicher rassistischer Polizeigewalt überhaupt zu Gerichtsprozessen. Selten genug steht überhaupt die Gewaltanwendung der Polizei im öffentlichen Fokus. Selten genug werden die Namen und Geschichten der Betroffenen dieser Gewalt überhaupt öffentlich erinnert.

Weiterlesen

Zustandsaufnahmen #2 C Schwarzmaler und die Fuldaer Verhältnisse 27/12/2023

Click here to display content from Mixcloud.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Mixcloud.

Ein Radiopodcast des Radio Nordpol.

C Schwarzmaler macht Musik, aber nicht nur, denn dieses mal geht es um Punk, auf der Klampfe – mit der Band, um musikalische Früherziehung und die „Fuldaer Verhältnisse“, eine Antifa Recherche Broschüre, welche sich die Stadt Fulda und ihre rechten Strukturen zum Ziel genommen hat.

Weiterlesen